Der Entscheid der Stadt und der Limmattalbahn AG ist definitiv. Anfang Februar wird die Buche auf dem Schlieremer Stadtplatz weichen müssen, damit die Haltestelle der Limmattalbahn und das Flügeldach erstellt werden können. Für alle Beteiligten stellt dies eine grosse Enttäuschung dar. Zwar besprechen die Initianten der Petition zur Rettung der Buche, die innert weniger Wochen rund 4700 unterschrieben wurde, noch ihr weiteres Vorgehen. Eine Rettung scheint jedoch aussichtslos.

Doch wurde der Kampf um den Baum im Herzen Schlierens nicht vergebens geführt. Denn er zeigte, dass Schlieren grossen Zusammenhalt hat. Wollen die Einwohner gemeinsam etwas erreichen, spielen ihr Jahrgang, ihr Berufsstand oder ihre Parteizugehörigkeit keine Rolle. Aus allen Lagern fanden sich Kämpfer für den beliebten Baum.

Obwohl vorerst die Enttäuschung überwiegt, gilt es das Positive zu sehen. So kamen die verschiedenen Akteure – Initianten, Stadt und Limmattalbahn AG – innert kürzester Zeit ins Gespräch, prüften Lösungen, holten Offerten ein. Es kommt selten vor, dass Entscheidungsträger derart offene Ohren für Anliegen aus der Bevölkerung haben.

Dass die Rettung der Buche im Schlieremer Zentrum nicht gelungen ist, könnte aber auch heissen, dass dereinst andere wertvolle Bäume gerettet werden können. So werden Baumfreunde im besten Fall künftig Bauausschreibungen im Detail durchlesen, um zu verhindern, dass sich eine solche Geschichte wiederholte.