Gemeinsam wollten Limmattaler Gemeinden Mitte der Nullerjahre die Probleme im Bereich Sozialhilfe angehen. Schlieren und Dietikon übernahmen in der Folge mit ihren Fachstellen die Integrationsaufgaben für die Bezirksgemeinden. Heute erledigen die beiden Städte diese wieder für ihre eigenen Klienten, die restlichen Gemeinden riefen jüngst ein eigenes Angebot ins Leben. Mit der Zusammenarbeit sei es zwar nicht vorbei, doch organisatorisch bevorzuge man eigene Strukturen, so der Tenor.

Dabei gewann die regionale Zusammenarbeit in jüngster Zeit stets an Wichtigkeit. So befasst sich beispielsweise die Zürcher Planungsgruppe Limmattal mit der baulichen Entwicklung des Bezirks. Auch in der Energiepolitik stehen die Zeichen auf Zusammenarbeit, was die jüngst bekannt gewordenen Millioneninvestitionen der Limeco zeigen. Und schon lange vor dem Spatenstich für den Spitalneubau «LimmiViva» verstummten die kritischen Stimmen aus Urdorf, die einst einen Austritt aus dem Spitalverband gefordert hatten.

Auf die Frage, warum man im Sozialwesen den Fokus wieder auf hauseigene Organisationen legt, gibt es eine Antwort: des Geldes wegen. Da Menschen aus unterschiedlichen Gründen abhängig von staatlicher Hilfe werden, sind auch deren Betreuung und die damit verbundenen Kosten unterschiedlich begründet und komplex. Die Städte haben im Lauf der Zeit gemerkt, dass sie die Verantwortung nicht abgeben wollen, selber entscheiden wollen, für wen sie mit welchem Programm wie viel ausgeben.