Gewerbevertreter haben beim Bezirksrat eine Beschwerde gegen die Initiative «Begegnungszone im Bahnhofsbereich» eingereicht. Dies, weil der Text irreführend sei. Zur Erinnerung: Das Schlieremer Parlament beschloss Ende Dezember eine verkürzte Begegnungszone. Vertreter der SP, der Grünen und der Grünliberalen lancierten kurz darauf die Initiative, in welcher sie die Umsetzung der um rund 50 Meter grösseren, stadträtlichen Vorlage verlangen.

Die Initianten schreiben auf ihren Unterschriftenbögen klar, dass die Vorlage des Stadtrates umgesetzt werden solle. Dass nun Gegner dieser Vorlage auftauchen und sie juristisch angreifen, ist sonderbar. Denn die Initiative ist verständlich. Und es sollte doch auch im Interesse der Gegner sein, dass die Bevölkerung allenfalls an der Urne über das Geschäft befinden darf. Immerhin geht es um einen der prominentesten Plätze Schlierens gleich beim Bahnhof. Mit ihrem unüblichen Vorgehen werfen die Gewerbler den Initianten Knüppel zwischen die Beine. Stellt sich heraus, dass der Text tatsächlich neu verfasst werden muss, ist dies rasch getan. Die benötigten Unterschriften würden ohnehin auch mit dem neuen Text in kurzer Zeit zusammenkommen. Und es wäre dann nur Zeit vergeudet worden.

Die Initianten sind überzeugt, dass die grössere Begegnungszone das sinnvollere Projekt ist und dass sie eine Abstimmung gewinnen würden. Genau diese Haltung führte die gleichen Protagonisten bereits beim Geissweid-Knatsch zum Erfolg. Wären die Vertreter des Gewerbes ebenfalls felsenfest überzeugt von ihrer Variante und davon, dass sie den Volksentscheid gewinnen würden, unterliessen sie solche Aktionen.