Dank eines Vorsprungs von nur einer Stimme holt sich Simon Wirth (FDP) das Unterengstringer Gemeindepräsidium. Ein bitteres Resultat für Marcel Balmer (SVP). Zumal man sich vom zweiten Wahlgang mehr Klarheit erhofft hatte. Und nicht, dass er einen noch kleineren Unterschied bringt als der erste Wahlgang. Damals machten bekanntlich sechs Stimmen den Unterschied. Jetzt ist es nur noch eine.

Gleichwohl war der zweite Wahlgang eine gute Sache. Denn mehr Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben sich dieses Mal beteiligt. Beim ersten Wahlgang resultierten für beide Kandidaten zusammen 608 Stimmen. Dieses Mal waren es zusammen 883 Stimmen. Damit wurde der Sieg von Wirth nicht nur einfach wiederholt. Vielmehr ist sein Sieg unter dem Zutun von 275 zusätzlichen Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern bestätigt worden. Klar: Bei einer Stimme Unterschied muss man fast von einem Zufallsergebnis sprechen. Aber mit Blick auf die Nachbargemeinde Weiningen, wo das Los über einen Gemeinderatssitz entscheiden musste, muss man auch sagen: Immerhin gibt es in Unterengstringen keinen Losentscheid, denn das wäre noch zufälliger. Festhalten lässt sich zudem, dass die eine Stimme Unterschied einmal mehr zeigt, dass jede Stimme zählt, besonders, wenn es hart auf hart kommt.

Und hart auf hart kam es in Unterengstringen. Hier hatte das Volk eine echte Auswahl für das Präsidium, zwischen zwei erfahrenen Politikern, die ihre Sache im Gemeinderat bisher gut gemacht haben. Dass diese echte Auswahl möglich wurde, ist das Verdienst und der Erfolg von Wirth und von Balmer.

Wichtig ist nun, dass sie auch weiterhin die Auseinandersetzung suchen im Gemeinderat, damit im Widerstreit der Argumente die besten Lösungen fürs Dorf gefunden werden können. Daran zweifeln muss man kaum. Es sieht also gut aus für die Unterengstringer Zukunft.