Kommentar

Gewerbe und Politik brauchen den Dialog

Nur zwei von neun bürgerlichen Kandidaten in Birmensdorf und Aesch (im Bild) unterzeichneten die Forderungen des Gewerbes. (Archiv)

Nur zwei von neun bürgerlichen Kandidaten in Birmensdorf und Aesch (im Bild) unterzeichneten die Forderungen des Gewerbes. (Archiv)

Das lokale Gewerbe bildet das Rückgrat der Schweiz und man müsse ihm Sorge tragen. Dies erkannte ein Limmattaler Gemeinderat und er liegt damit richtig. Doch zeigte sich in den vergangenen Wochen, dass Gewerbe und Politik aneinander vorbeireden. Nachdem vom Gewerbe vorgebrachte Programme in Schlieren und Dietikon nur mässig Anklang fanden, verhält es sich ähnlich in Birmensdorf und Aesch. Von den neun bürgerlichen Kandidaten der beiden Gemeinden unterzeichnen nur deren zwei die Pläne des Gewerbes.

Dass sich das Gewerbe nicht mehr auf seine bürgerlichen Politiker verlassen kann und umgekehrt, hat einen Hauptgrund: mangelnde Kommunikation. So geben die Formulierungen des Gewerbler-Programms zu reden. Zu einseitig, zu fordernd kommen diese daher, heisst es hinter vorgehaltener Hand. Auch seien gewisse nicht umsetzbar, da sie schlichtweg die Kompetenzen des Gemeinderats übertreten würden. Hätte sich das Gewerbe im Vorfeld mit seinen Mitte-Rechts-Kandidaten abgesprochen und auf Forderungen gesetzt, hinter denen die zum Teil langjährigen Gemeindepolitiker gestanden wären, könnte man nun geeint auftreten.

Aus Sicht der Kandidatinnen und Kandidaten handelt es sich bei Birmensdorf wie auch bei Aesch um glücklicherweise stramm bürgerliches Territorium, wo linke Ideen einen schweren Stand haben. Trotzdem müssen Gewerbler und Politiker künftig vermehrt in einen Dialog treten – nicht um Wahlen zu gewinnen, sondern zum Wohl der Gemeinden.

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