Kommentar

Gespräche hätten früher starten sollen

Bahnhof Schlieren SBB Gestaltung Tempo 20 Begegnungszone

Bahnhofplatz Schlieren: Hier ist eine Begegnungszone vorgesehen.

Bahnhof Schlieren SBB Gestaltung Tempo 20 Begegnungszone

Die Tempo-20-Zone beim Bahnhof wurde bereits bekämpft, bevor die Idee ausgegärt war.

Nun liegen die Karten auf dem Tisch. Was Schlieremer Wirtschaftsvereine sowie der Hauseigentümerverband bereits vermutet und vorgängig bekämpft hatten, wurde nun vom Stadtrat bestätigt. Er beabsichtigt definitiv, vor dem Bahnhof einen Platz mit Begegnungszone und Tempo 20 zu errichten – Fussgänger hätten so uneingeschränkten Vortritt. Da die Strassenbauarbeiten gemeinsam mit jenen rund um die beiden SBB-Bauten weiter westlich – und somit aus einem Guss – ausgeführt werden sollen, drängt die Zeit. Die Stadt hofft auf einen Baustart im September.

 Wie bereits beim Stadtplatz und dem Chilbiplatz kämpft die Exekutive für ein attraktives Zentrum, das die Menschen zum Verweilen einladen und zu einer guten
Visitenkarte werden soll. Gestützt wird sie dabei von den Resultaten diverser Beteiligungsverfahren mit der Bevölkerung. Daraus resultierte das Stadtentwicklungskonzept, das die Stossrichtung für die weitere Entwicklung der Stadt vorgibt.

 Zugegeben: Bei Strassenprojekten an solch zentralen Lagen wie bei Bahnhöfen ist es nicht einfach, die Interessen der vielen Nutzer unter einen Hut zu bringen. Zu gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass Interessensgruppen – in diesem Fall die Vereine – das Gefühl haben, zu kurz gekommen zu sein. Gerade deshalb ist es so zentral, die Beteiligten so früh wie möglich ins Boot zu holen. Hätte der Stadtrat früher das Gespräch gesucht, hätte der neue, einheitliche Bahnhofplatz heute wohl bessere Karten. Nun sieht es danach aus, als würde er mit Einsprachen bombardiert. Schade.

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