Mega-Tunnel

Eine Win-win-Situation für das Limmattal

Ein grosser statt zwei kleine Tunnel: Die favorisierte neue Bahnlinie Zürich–Aarau.

Ein grosser statt zwei kleine Tunnel: Die favorisierte neue Bahnlinie Zürich–Aarau.

Der Bund will Zürich Altstetten und Aarau mit einem 28 Kilometer langen Tunnel verbinden. Was bedeutet das für das Limmattal? Der Kommentar.

Von Zürich Altstetten im Mega-Tunnel bis nach Aarau: Realisiert das Bundesamt für Verkehr seine Pläne für eine unterirdische Zugverbindung dereinst tatsächlich, so könnten diese für das Limmattal zur Win-win-Situation werden. Denn einerseits würde der 28 Kilometer lange Tunnel der überlasteten Zugstrecke durch das Limmattal wieder mehr Luft verschaffen.

Heute ist die Kapazität auf der Strecke mit den vier Gleisen und dem aktuellen Takt an der Grenze angelangt; für mehr Züge brauchte es mehr Gleise.

Zwar wurde der Ausbau auf sechs Gleise im kantonalen Richtplan eingetragen, doch es gibt ein Platzproblem: Zwischen dem Bahnhof Glanzenberg und Dietikon will bald auch noch die Limmattalbahn durchfahren.

Mit dem neuen Tunnel könnte dieses Problem gelöst werden: Während Schnell- und Güterzüge unter dem Boden wären, gäbe es auf den bestehenden Gleisen mehr Raum für S-Bahnen.

Andererseits würde die zusätzliche oberirdische Kapazität auch Limmattaler Projekten wieder Schub verschaffen, die aufs Eis gelegt worden sind.

Dazu gehört vor allem der neue Bahnhof Silbern, den sich Dietikon schon lange sehnlich wünscht, den die SBB aber als nicht ideal erachten, weil er die allgemeine Kapazität weiter reduzieren würde. Zudem bestünde dann zumindest die Möglichkeit, dass die neue S19 auch in Schlieren halten würde.

Einen grossen Haken hat die ganze Sache aber noch: Ob der Tunnel tatsächlich gebaut wird, steht zurzeit noch in den Sternen. Für das Limmattal ist zu hoffen, dass die Sterne dem Projekt wohlgesinnt sind.

Autorin

Bettina Hamilton-Irvine

Bettina Hamilton-Irvine

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