Zwar hat der Kanton Aargau diese Bedarfsplanung in die Hände der Regionalplanungsgruppen
gelegt. Gerade im Kanton der Regionen, den Napoleon auf dem Reissbrett entstehen liess, ist das sicher ein sinnvolles Vorgehen. Denn was weiss man in Aarau schon über die in vielerlei Hinsicht spezielle Randgemeinde Bergdietikon? So weit, so gut.

Aber der Kanton ist inkonsequent: Obwohl die Regionalplanungsgruppe Baden Regio einen klaren Bedarf für das Alterszentrum Hintermatt in Bergdietikon sieht, sagt der Kanton das Gegenteil. Das ist völlig unverständlich, ganz egal, wie man zum grossen Alterszentrum in der kleinen Gemeinde steht. Wer Untergebenen eine Arbeit delegiert, um diese dann zu ignorieren, kann sich das Delegieren gleich sparen.

Zudem ist Baden Regio nicht etwa ein Hobbyverein von Milizpolitikern, die ihren Bergdietiker Amtskollegen nach der Zunge reden: Die Regionalplanungsgruppe wird von professionellen Planern aus der Privatwirtschaft geführt – ist also alles andere als gratis. Diese mit Steuergeldern bezahlte Arbeit sabotiert der Kanton, ohne dafür stichhaltige Argumente zu liefern. Da muss er sich nicht wundern, wenn die Tradition wieder aufflammt, mit böser Zunge über «die in Aarau» zu reden.

Fazit: Der Kanton soll die Pflegeplanung doch selber in die Hand nehmen, wenn er nicht bereit ist, auf die Leute zu hören, die vor Ort die Knochenarbeit machen.