Das Volk hat gesprochen. Alle bisherigen Gemeinderäte, die sich für eine weitere Legislatur zur Verfügung stellten, schafften am gestrigen Sonntag die Wiederwahl. Die Positionen der beiden scheidenden SVP-Exponenten wurden von Stefan Gut und von der parteilosen Gabriela Stampa gefüllt. Damit zeigt das Stimmvolk, dass es sich bei der Wahl seiner Exekutive nicht auf Experimente einlassen will. Es bestärkt den bisherigen Gemeinderat und dessen Arbeit.

Das Stimmvolk weiss, dass es in nächster Zeit gewichtige Entscheide in heiklen Dossiers zu treffen gilt. In welche Richtung wird sich der Steuerfuss in den kommenden Jahren entwickeln? Was geschieht mit der sistierten Parkkarten-Verordnung und wie Arbeiten Schule und politische Gemeinde bezüglich den Denkmalschutz-Plänen des Kantons zusammen? Dies sind alles dringliche Fragen, mit denen sich der Gemeinderat nun auseinandersetzen muss und mehrheitsfähige Lösungen aufzeigen soll.

Trotzdem verschliessen sich die Birmensdorfer dem Neuem nicht. Mit dem erst seit einem Jahr in der Gemeinde wohnhaften Patrick Vogel (FDP) und dem erst 19-jährigen Samuel Wenk (Juso) erreichten zwei Aussenseiter das absolute Mehr. Sie konnten eine Wählerschaft hinter sich scharen, die gerne eine Verjüngungskur gesehen hätte. Verloren haben jedoch weder die Kandidaten noch ihre Wähler. Denn es ist schön zu wissen, dass wenn diese Verjüngung dereinst stattfindet – und das wird sie – junge und enthusiastische Kandidaten bereit stehen.