Kommentar

Die Form Start-up soll anerkannt werden

Weil Start-Ups als innovative Problemlöser Lücken füllen, sollten sie im Handelsregister klassifiziert werden. (Symbolbild)

Weil Start-Ups als innovative Problemlöser Lücken füllen, sollten sie im Handelsregister klassifiziert werden. (Symbolbild)

Junge Firmen mit neuen Ideen drängen in diverse Branchen vor. Viele Menschen realisieren sich mit der eigenen Firma einen Traum. Dabei geht es weniger um Geld, als darum, sich selber zu verwirklichen, möglichst frei und unabhängig zu arbeiten. Zahlen darüber fehlen, wie viele Start-ups am Hotspot Zürich jährlich entstehen und warum sie allenfalls nach wenigen Jahren bereits wieder untergehen. Das ist schade. Denn gemäss Schätzungen der Online-Firmengründungsplattform Startups.ch dürfte 2017 mit 43'000 Neugründungen in der Schweiz ein Rekordjahr werden. Damit wäre die Zeit für eine Start-up-Statistik reif.

Eine OECD-Studie aus dem Jahr 2015 weist darauf hin, dass bis zur Hälfte aller neuen Stellen von Unternehmen geschaffen werden, die weniger als fünf Jahre alt sind. Zwar handeln Jungfirmen laut einer Studie der Fachhochschule der Nordwestschweiz in kleinem Stil. Trotz starkem Wachstum beschäftigen diese Firmen auch nach Jahren meist nur wenige Mitarbeitende. Dennoch ist eine genaue Kenntnis darüber, was sie mit wie vielen Mitarbeitenden und Kapital schaffen, nötig.

Start-ups füllen als kreative Entwickler digitale Lücken und kreieren dadurch auch die Jobs der Zukunft. Nicht ohne Grund lagern Grosskonzerne einzelne Geschäftseinheiten als Start-up aus oder integrieren junge Firmen im umgekehrten Falle auch einmal ins Haus, um betriebliche Lücken zu füllen. Im Zuge der Digitalisierung sollte der Handelsregistereintrag um die Klasse der Zukunft erweitert werden. Setzen wir ein Häkchen bei der Start-up-Gründung.

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