Kommentar

Der Lohn ist eine hohe Stimmbeteiligung

107 Männer und Frauen kandidieren für das Schlieremer Parlament – 18 Prozent mehr als 2014. (Themenbild)

107 Männer und Frauen kandidieren für das Schlieremer Parlament – 18 Prozent mehr als 2014. (Themenbild)

Um 18 Prozent ist das Kandidatenfeld für die anstehenden Parlamentswahlen in Schlieren gewachsen. 107 Männer und Frauen wollen am 4. März gewählt werden, vor vier Jahren waren es noch 91. Mehr Menschen wollen die Zukunft Schlierens mitbestimmen.

Das wachsende Interesse dürfte vor allem zwei Gründe haben. So verzeichnete die Stadt seit der Jahrtausendwende ein markantes Bevölkerungswachstum. Wo mehr Menschen sind, finden sich auch mehr Personen, die ein öffentliches Amt bekleiden wollen. Zudem wurden in jüngster Zeit griffige Themen im Parlament behandelt, bei denen viele Menschen mitreden wollen. Von der Neugestaltung des Stadtzentrums mit Bahnhofs-, Geissweid- und Zentrumsplatz bis zum Stadtsaal und dem neuen Alterszentrum – es standen und stehen grosse Projekte an, die Schlieren auf Jahrzehnte hinaus formen werden. Wer heute gewählt wird, entscheidet über das Schlieren von morgen.

Das grosse Kandidatenfeld ist umso bemerkenswerter, wenn man sich vor Augen führt, dass die Arbeit im Parlament meist abseits des Scheinwerferlichts stattfindet. An Abenden und Wochenenden werden Sitzungen abgehalten oder ebensolche vorbereitet. So ist insbesondere den Parteivorständen der Schlieremer Parteien ein Kranz zu winden, da sie so viele Menschen motivieren konnten. Im persönlichen Austausch ist oft von «Klinkenputzen» und «Knochenarbeit» die Rede. Am 4. März haben die Wähler die Möglichkeit, diese harte Arbeit zu belohnen und an der Urne für eine möglichst hohe Stimmbeteiligung zu sorgen.

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