Sie haben offenbar kein Bedürfnis, immer wieder über kleinere Ausgaben im Zusammenhang mit dem Bau abzustimmen und so das Projekt wo überall möglich immer wieder zu piesacken. Schon gar nicht, seitdem nach der Abstimmung vom 23. September klar ist, dass die Limmattalbahn auch durch Dietikon fahren wird und dass nun auch die Mehrheit des Bezirks und der Stadt hinter dem Projekt steht.

Auch nach dem gestrigen Abstimmungssonntag – an dem sich immerhin 31 Prozent der Stimmenden sinngemäss gegen die Limmattalbahn aussprachen – werden die Politiker nicht müde zu betonen, dass auf die Sorgen der Limmattalbahngegner eingegangen werden muss.

Den Sorgen begegnen können die Stadt und die Limmattalbahn AG vor allem mit guter, offener Information. Dass richtige Information das A und O ist, hat auch eine Befragung des Dietiker Gewerbes gezeigt, die am 14. November bei einem Info-Zmorge exklusiv für Gewerbetreibende präsentiert wurde. An vorderster Stelle stehen die Baustelleninformationen für alle, die sich dort aufhalten und bewegen, wo gebaut wird.

Eine solche Information kann nicht früh genug beginnen. Ein weiteres wichtiges Puzzlestück wird der Limmattalbahn-Infopavillon sein, der – analog wie in Schlieren – im Dietiker Zentrum oder in Zentrumsnähe aufgestellt werden soll. Doch wann wird der Infopavillon aufgebaut? Und wo? Wann finden die ersten Informationsveranstaltungen für die breite Öffentlichkeit statt? Welche Bushaltestelle wird während der Bauzeit wohin verschoben?

Je früher die Antworten vorliegen, desto weniger fühlen sich die Dietikerinnen und Dietiker gepiesackt von der Limmattalbahn, den Baustellen und dem Chaos, das sie aufgrund der Umleitungen erwarten. Dass die Verantwortlichen diesem Anspruch und damit den Sorgen der Gegnerschaft gerecht werden, ist noch zu beweisen.