Die ZSC Lions haben es geschafft: Ab 2019 können sie auf dem
Vulkan-Areal in Zürich Altstetten ihre neue Eishockeyarena «Theatre of Dreams» bauen und müssen so bald nicht mehr um Eiszeit im stark genutzten Hallenstadion kämpfen. Knapp 57 Prozent der Stadtzürcher Stimmberechtigten legten gestern ein Ja in die Urne. Damit genehmigten sie dem ZSC ein Darlehen in der Höhe von 120 Millionen Franken sowie das Baurecht auf dem städtischen Boden und jährliche Betriebsbeiträge von zwei Millionen.

Zwar deutete im Vorfeld vieles darauf hin, dass die Vorlage angenommen würde. So stellte sich etwa der Gemeinderat klar hinter das «Theatre of Dreams» des ZSC. Doch erinnern wir uns: Auch 2013, als der Bau eines Fussballstadions auf dem Hardturm zur Debatte stand, gab es von Politikern wenig Widerstand – die Vorlage lehnte die Bevölkerung dennoch knapp ab. Die Erklärung, die Fussballfans hätten es sich mit ihren Ausschreitungen rund um die Spiele mit der Bevölkerung verscherzt, greift aber zu kurz.

Bezeichnender als der Ruf der Fans war für den Erfolg des ZSC wohl die Haltung des Klubs: Die Eishockeyaner präsentierten ein Projekt, das zu einem grossen Teil privat finanziert wird. Obwohl sie ein städtischer Verein sind, wollten die Lions den Steuerzahlern nicht auf der Tasche liegen. Ganz anders GC und FCZ: Bei ihnen entstand 2013 der Eindruck, sie würden ein steuerfinanziertes Stadion als Selbstverständlichkeit einfordern. Dass das neue Hardturmprojekt nun ebenfalls ohne städtische Beiträge auskommen soll, zeigt, dass die Fussballer aus ihren Fehlern gelernt haben.

kontakt: florian.niedermann@azmedien.ch