Die Sache beschert dem Quartierverein und der Stadt Dietikon einigen Aufwand. Das wäre nicht nötig, wenn sich alle Böötler der Vernunft bedienen und dem Quartier und seinen Bewohnern mit Respekt begegnen würden.Keine Frage: Die meisten Gummiböötler tun das. Sie nehmen ihre Gummiboote nach Gebrauch wieder mit und benutzen den öffentlichen Verkehr oder parkieren zum Beispiel auf dem Park-and-Rail-Areal auf der anderen Seite des Bahnhofs, wo man während der Sommerferien und erst recht an den Wochenenden immer einen freien Parkplatz findet, ohne dabei Anwohner zu stören.

Der fehlbare Teil der Gummiböötler riskiert mit seinem Verhalten, dass die Stimmung gegenüber den Freizeitkapitänen kippt. Das wäre zu bedauern. Denn die Stadt Dietikon ist gerne eine stolze Gummiboot-Hochburg. Das zeigt sich etwa darin, dass sie den Verein Regionale Projektschau Limmattal darin unterstützt, Flugblätter zu verteilen, die die Gummiböötler auf die wichtigsten Regeln im Fluss hinweisen. Nur von den Regeln am Ufer ist darin keine Rede, weil diese selbstverständlich sind. Schliesslich geniessen die Böötler in Dietikon Gastrecht – und erhalten 2019 mit der Allmend Glanzenberg sogar einen neuen, mit richtigen Toiletten, Grillstellen, Wasserzapfsäulen, Bänken und Tischen ausgestatteten Böötler-Landeplatz. Schiff ahoi!