Das Raumangebot für Unispital, Uni und ETH Zürich soll in den nächsten 30 Jahren um 40 Prozent wachsen. Den Grossteil davon macht der geplante Neubau des Unispitals aus.

Der lange Weg zum neuen Hochschulquartier ist voller Stolpersteine. Mit entscheidend wird sein, ob Stadt und Kanton weiter am gleichen Strick ziehen. Das ist keineswegs selbstverständlich, wie zuletzt der inzwischen ausgestandene Streit um den Bau eines Provisoriums im Park beim Unispital zeigte. Doch auch Rekurse, etwa vonseiten des Heimatschutzes, sind im Rahmen des Generationenprojekts Hochschulquartier zu erwarten. Denn damit erhält ein ganzer Stadtteil, der zentral gelegen ist, ein neues Gesicht. Und noch ein Hindernis zeigt sich bereits: Der Zürcher Parkplatzstreit flackert erneut auf. Die FDP fordert unterirdischen Ersatz für die Parkplätze, die im Spitalpark aufgehoben werden sollen.

Ein weiterer Stolperstein sind die Kosten in Höhe von insgesamt knapp sechs Milliarden Franken. Den grössten Teil davon wird der Kanton bezahlen müssen. Dies dürfte die alljährlichen Budgetdebatten im Zürcher Kantonsrat noch verschärfen. Und zu guter Letzt gilt es für die Realisierung der grossen Bauprojekte auch noch Volksabstimmungen zu gewinnen.

Dennoch: Die Richtung stimmt. Die räumliche Nähe erleichtert den Austausch zwischen den Hochschulen und dem Unispital. Das stärkt den Standort Zürich.