Klar ist nur: Dort, wo die Kosten am meisten steigen, ist anzusetzen. Die Gesundheitsdirektion ist daher von den regierungsrätlichen Sparvorgaben am stärksten betroffen. Vor allem die Spitäler sollen bluten, aber auch bei der Psychiatrie und der Krankenkassen-Prämienverbilligung sind einschneidende Massnahmen gefordert.

Vor diesem Hintergrund warf CVP-Kantonsratsfraktionschef Philipp Kutter dem Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) gestern mangelnden Sparwillen vor: Dessen Vorgängerin Verena Diener habe das Gesundheitswesen mit Spitalschliessungen viel härter angepackt, als Heiniger es je gewagt habe.

Und: Dieners Sparpolitik habe dem Gesundheitswesen nicht geschadet. Mit Verlaub: Kutters Attacke wirkt wie ein Ablenkungsmanöver. Denn auch Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) lässt noch offen, wie sie die ebenfalls einschneidenden Sparvorgaben für die Bildungsdirektion konkret umzusetzen gedenkt.

Auch am gestrigen CVP-Dreikönigsgespräch hielt sie sich dazu bedeckt – wohl wissend, dass Sparen bei der Bildung in der Öffentlichkeit mindestens ebenso unbeliebt ist wie Sparen bei der Gesundheit. Pikant ist, dass das Hickhack ums Sparen nun ausgerechnet im bürgerlichen Lager losgeht, das Steuererhöhungen als Mittel, um die Kantonsfinanzen ins Lot zu bringen, kategorisch ablehnt.