Die ZSC Lions werden in Altstetten einen Hexenkessel erhalten. Natürlich ist das Stadion noch lange nicht bewilligt.

Die Eröffnung der neuen Löwen-Heimat, welche sich die Verantwortlichen auf die Saison 2022 erhoffen, wird wegen Einsprachen oder anderer Verzögerungen noch ein, zwei Jahre länger auf sich warten lassen. Das ändert aber nichts daran: Das Stadionvorhaben des Zürcher Schlittschuhklubs ist, anders als die früheren Fussballstadien, mehrheitsfähig. Es wird gebaut werden.

Das ist den Eishockeyanern zuzuschreiben, die geschickter und klüger agiert haben als die Fussballer. Ohne öffentliche Hand kommen sie zwar auch nicht aus. So erhalten sie das benötigte städtische Land im Baurecht zu einem vernachlässigbaren Zins von 35 000 Franken.

Doch diese Unterstützung, diesen Goodwill, haben sich die Eishockeyaner erarbeitet. Sie sind nicht nur fordernd aufgetreten und haben von der Stadt den Bau eines Stadions verlangt – sie tragen einen wesentlichen Beitrag der Baukosten selber, indem private Investoren 36 Millionen Franken aufbringen.

Das Zürcher Eishockeystadion findet auch aus Imagegründen grundsätzlich mehr Unterstützung als die verworfenen Fussballstadien. Im Eishockeysport hat man sich des Gewalt-Problems angenommen und sich klar von den Hooligans distanziert; Polizeieinsätze mit Tränengas, wie sie einst vor dem Hallenstadion üblich waren, sind – anders als im Fussball – längst kein Thema mehr.