Läuse können sich in jeder Haarpracht so gut verstecken wie sie wollen. Über kurz oder lang verraten sie sich selbst. Ein Kratzen befällt den Wirt, den sie sich ausgesucht haben. Dann ist meist fertig lustig – für den Wirt, aber auch für die Laus. Der eine greift zur Chemie, die andere ergreift die Flucht (sofern sie denn kann).

Nicht mehr lustig ist die Sache aber auch für die Laustante der Stadt Zürich. Immer wieder wurde in den letzten Jahren berichtet, dass sie mehr zu tun habe als früher. Nun ist dies eine Aussage, die oft fällt, aber nicht immer statistisch belegt ist. Eine Zunahme der Lausfälle könnte aber zur Annahme verleiten, dass die Dienste der Laustanten vermehrt gefragt sind und deshalb ausgebaut werden. Doch das pure Gegenteil ist der Fall. Entgegen dem Trend streicht die Stadt Zürich die Laustante 2015 von ihrer Gehaltsliste. Wie «20 Minuten» am Freitag berichtete, sollen so 30, 40 Stellenprozente eingespart werden. Zwar wird nicht überliefert, wie viel gespart wird, doch ein Vermögen kanns kaum sein. Die Laus aber wird es freuen. Und ich kratze mich nicht wegen ihr, sondern wegen der Sparkreativität am Kopf.

Dafür gibts eine Hotline, die jene telefonisch berät, die das Jucken der Kopfhaut fast um den Verstand bringt. Mich laust der Affe, kann ich da nur sagen, angesichts dieser innovativen Alternative zur Laustante. Da ist nur zu hoffen, dass die Telefonberatung besser ist als jene diverser einschlägig bekannter Callcenter. Wobei: Wenn sich eine parasitenbefallene Person vor lauter Ärger über die Beratung die Haare ausrauft, dürfte auch das Problem mit der Laus schnell behoben sein – ganz von selbst und irgendwie wie bei den Callcentern.