Ein Albtraum. Stellen Sie sich vor: Sie liegen mit Schmerzen im Spitalbett und versuchen dem Arzt ihr Leiden zu erklären – doch dieser versteht Sie nicht. Er spricht nämlich kein Deutsch. Genau um diese Situation zu vermeiden, suchen Standesorganisationen und Politik nach einem Ausweg.

Hält man sich vor Augen, dass in der Schweiz wegen des Mangels an einheimischen Medizinern 41 Prozent der Spitalärzte aus dem Ausland stammen, tut eine schnelle Lösung not.

Es gibt dabei zwei Ansätze. Einen restriktiven vertritt der Nationalrat. Dieser will festlegen, dass für den Eintrag ins Register der universitären Medizinalberufe das Beherrschen einer Landessprache zur Voraussetzung erklärt wird. Ohne Registereintrag gibt es keine Anstellung an einem Spital.

Differenzierter will der Ständerat das Problem lösen: Es soll den Spitälern als Arbeitgeber überlassen sein, dafür zu sorgen, dass ihre Ärzte über die notwendigen Sprachkenntnisse verfügen. Der Vorteil: Fremdsprachige Forscher ohne Patientenkontakt könnten sich auf Englisch verständigen, das in Forscherkreisen quasi als Amtssprache gilt. Eine Einigung der beiden Kammern steht noch aus.

Deshalb ist es für Patientinnen und Patienten im Bezirk Dietikon gut zu wissen, dass das Spital Limmattal das Problem für sich bereits gelöst hat, und zwar unabhängig vom Ausgang der Debatte im eidgenössischen Parlament. «Limmi»-Ärzte müssen Deutsch beherrschen – mündlich und schriftlich. Der Grund: Die Kommunikation zwischen Arzt und Patient wird als zu sensibel eingestuft. Zu Recht, alles andere ist fahrlässig.