Ganze 755 Millionen, wovon der Kanton Zürich am Ende 377 übernehmen soll, für eine Stadtbahn (Tram) von Altstetten nach Killwangen, weitere 136 Millionen mehrheitlich für Kapazitätserweiterungen im Strassennetz – so viel Geld soll ins Limmattal investiert werden. Das alles dient nur einem Ziel: Das Mobilitätsbedürfnis einer stark wachsenden Anzahl Einwohner (+ 17% bis 2030) und Arbeitnehmer (+29%) zu befriedigen.

Für den Zürcher Regierungsrat Ernst Stocker ist klar: Das ist viel, aber gut investiertes Geld. Zur Veranschaulichung macht er eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Für jeden in die Limmattalbahn investierten Franken erhält die Volkswirtschaft 16 Franken zurück, mindestens. Doch stimmt dies? Stocker verweist auf die Entwicklung im Glattal – eine Boomregion, auch dank der Glattalbahn. Sowohl das Limmattal wie das Glattal gehören zu den Regionen mit dem schweizweit grössten wirtschaftlichen Potenzial. Gemeinsam mit der Stadt Zürich wird gerne vom Wirtschaftsmotor der Schweiz gesprochen.

Der Erfolg birgt jedoch Gefahren. Die Attraktivität hält die Baubranche im Limmattal auf Trab. Es gibt keine Indizien für eine Trendwende. Das Problem: Werden die Verkehrsadern nicht auf diese Entwicklung abgestimmt, droht dem Limmattal der Verkehrskollaps. Für die Wirtschaft wäre dies Gift, aber auch für die Lebensqualität. Deshalb sind die Millionen eine Investition in die Zukunft. Und es gibt derzeit keine Anzeichen, dass sie sich nicht auszahlt.