Kommentar

Wer resigniert, hat schon verloren

Gesetzesänderungen in den letzten Jahren führten dazu, dass die Dietiker Schulabteilung jedes Jahr Mehrkosten von 8,5 Millionen Franken übernehmen muss – der grösste Teil davon für Lehrerlöhne, an denen sich der Kanton nur noch mit 20 statt knapp 50 Prozent beteiligt (Themenbild).

Gesetzesänderungen in den letzten Jahren führten dazu, dass die Dietiker Schulabteilung jedes Jahr Mehrkosten von 8,5 Millionen Franken übernehmen muss – der grösste Teil davon für Lehrerlöhne, an denen sich der Kanton nur noch mit 20 statt knapp 50 Prozent beteiligt (Themenbild).

Bund und Kanton Zürich schieben jährlich Kosten in Millionenhöhe an die Gemeinden ab.

Nicht genug, dass Dietikon unter den Auswirkungen des neuen Finanzausgleichs leidet. Auch Bund und Kanton schieben immer mehr Kosten auf die Gemeinden ab, was Dietikon zusätzlich belastet. So zumindest lautet der Vorwurf, der im Parlament regelmässig laut wird.

Nun liegen erstmals Zahlen vor, die etwas über das Ausmass dieser zusätzlichen Belastung sagen. Zwar lassen sich nicht alle Kosten genau beziffern. Doch gerade im Bereich Schule beklagen sich die Dietiker Parlamentarier zu Recht. So haben Gesetzesänderungen in den letzten paar Jahren dazu geführt, dass die Dietiker Schulabteilung jedes Jahr Mehrkosten von 8,5 Millionen Franken übernehmen muss – der grösste Teil davon für Lehrerlöhne, an denen sich der Kanton nur noch mit 20 statt knapp 50 Prozent beteiligt. Dazu kommen weitere Millionen im Sozialbereich, die unter anderem auf die IV-Revision zurückzuführen sind. Das tut weh – gerade für eine Gemeinde wie Dietikon, die sowieso schon grosse finanzielle Bauchschmerzen hat.

Nun kann man sich sagen, das sei zwar ärgerlich, aber leider nicht zu ändern. Oder man kann versuchen, es trotzdem zu ändern. Dass das mitunter funktioniert, zeigt das Beispiel der Kleinkinderbetreuungsbeiträge: Nachdem Dietikon dort ebenfalls eine zusätzliche Million aufgebrummt bekam, wehrte sich die Stadt gemeinsam mit anderen Gemeinden und bewirkte so eine Gesetzesänderung per 2015, welche die Kosten etwas reduzieren wird. Das ist zwar nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Aber es zeigt: Es lohnt sich, zu kämpfen.

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