Das stellt uns alle vor neue Herausforderungen. So will die Stadt Dietikon ein neues städtisches Alterskonzept ausarbeiten, um sich bereit zu machen für diese demografische Entwicklung. Denn auch die Menschen, die älter werden, haben sich verändert. Sie sind heute länger mobil als früher und viele wollen länger zu Hause bleiben. Es reicht nicht, ihnen einfach einen Heimplatz anzubieten. Es braucht neue und vor allem individuellere Lösungen.

Die Entwicklung ist aber auch eine Chance. Oder, wie Bundesrat Alain Berset sagt: ein schönes Problem. Denn einerseits ist es erfreulich, dass die ältere Generation tendenziell fitter und gesünder ist als früher. Andererseits ist es kurzsichtig und unangebracht, bloss auf die «Überalterung» zu fokussieren und ältere Menschen als Problem zu sehen, das Zeit und Geld kostet. Denn sie haben auch viel zu bieten. Sie beleben eine Gemeinde, sie bringen Erfahrung, Wissen und Zeit mit. Wenn eine Gemeinschaft ihre Senioren einbindet und ihnen ermöglicht, sich einzubringen, profitieren letztlich alle davon.

Besonders schön sagt es die französische Schauspielerin Jeanne Moreau: Alternde Menschen sind wie Museen: Nicht auf die Fassade kommt es an, sondern auf die Schätze im Innern.