Kommentar

Kompromisse sehen anders aus: Neue Lösung ist alte

Der Gemeinderat plädiert erneut für einen Kunstrasen im Sürenloh.

Der Gemeinderat plädiert erneut für einen Kunstrasen im Sürenloh.

Uitiker Gemeinderat stellt sich hinter Sürenloh-Initiative, die ein Kunstrasenfeld fordert.

Albert Einstein soll sinngemäss gesagt haben, dass verrückt ist, wer bei der Wiederholung derselben Handlungen ein anderes Resultat erwartet. Es wäre zweifelsohne unzutreffend, den Uitiker Gesamtgemeinderat verrückt zu nennen. Was sich jedoch nicht von der Hand weisen lässt: Mit der Unterstützung für die Einzelinitiative von Edi Cincera zur Erweiterung der Sportanlage Sürenloh stellt sich der Gemeinderat hinter eine Vorlage, die in genau dieser Form vor eineinhalb Jahren von der Gemeinde bachab geschickt wurde. Am 26. November wird die Gemeindeversammlung darüber befinden, ob das Projekt an die Urne kommen soll.

Mit den Argumenten, dass dies die beste Variante für die fussballbegeisterten Kinder wäre und die Platzknappheit noch prekärer wurde, begründet die Exekutive ihre Entscheidung, Edi Cincera den Rücken zu stärken. Der Tennisklub lancierte heuer noch keine Gegenkampagne. Dass der Tenor bei der Einreichung der Initiative eher negativ war, deutet darauf hin, dass eine Reaktion noch kommen könnte.

Optimal wäre gewesen, wenn die Gespräche, die laut Gemeinderat mit sämtlichen Sportklub-Vertretern geführt wurden, gefruchtet hätten und eine Lösung gefunden worden wäre, die für alle Parteien vertretbar ist – Kompromisse haben nun mal grössere Chancen auf Erfolg beim Volk. Ende November wird sich zeigen, ob die Gemeindeversammlung dies goutiert – oder anders gesagt: ob sie verrückt oder Fussball spielt.

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