Zwischen 850 000 und 2,5 Millionen Franken muss man für eine Wohnung in der Überbauung «Sunshine Scenery» in Uitikon ausgeben. Diese Preise werden vornehmlich gut betuchte Bewohner in die ohnehin schon solvente Gemeinde locken. Gleichzeitig ist die Exekutive bestrebt, eine Verjüngungskur vorzunehmen, indem Familien angezogen werden sollen. Dazu braucht es bezahlbaren Wohnraum. Hier kommt das letzte Entwicklungsgebiet der Gemeinde, Leuen-Waldegg, ins Spiel. Der Gemeinderat setzt hier auf eine erhöhte Ausnützung, um preiswertere Wohnungen teureren Einfamilienhäusern vorzuziehen.

Die vom Zürcher Stimmvolk im vergangenen September angenommene Änderung im Planungs- und Baugesetz (PBG) wäre für solche Fälle ein gutes Instrument. Diese gibt Gemeinden die Möglichkeit, bei Neueinzonungen und höherer Ausnützung einen Anteil an preisgünstigen Wohnungen zu verlangen. Dies erübrigt sich jedoch in Uitikon, denn das angepasste PBG kann voraussichtlich erst in rund fünf Jahren angewendet werden. Dann wird aber das letzte Uitiker Areal überbaut sein.

Wie man bei der Überbauung «Sunshine Scenery» an der Schlierenstrasse sieht, können auch bei hoher Ausnützung Wohnungen im Hochpreissegment gebaut werden. Daher könnte die Strategie des Gemeinderates, mittels preiswerter Wohnungen junge Familien ins Gebiet Leuen-Waldegg zu locken, am Ende nicht aufgehen. Zeigen wird sich dies aber erst, wenn die Leuen-Waldegg-Bauherren ihre definitiven Pläne offenlegen.