Apropos

Verpasst ist verpasst

Die Biennale in Venedig steht Besuchern noch bis am 24. November offen. (Archivbild)

Die Biennale in Venedig steht Besuchern noch bis am 24. November offen. (Archivbild)

Das Lebensgefühl einer Kunstredaktorin floatet gerade jetzt zwischen gestern und morgen – ein Gefühl, vergleichbar mit den Tagen zwischen den Jahren, wenn das Weihnachtsfeeling verflogen und das Neue Jahr noch nicht gestartet ist. In der Kunst heisst das, der Gigant Art Basel steht bevor, die Biennale Venedig ist gesehen.

Doch was heisst gesehen? Je mehr Berichte einen in sozialen Netzwerken und Online-Portalen erreichen, desto mehr stellt sich das Gefühl ein: Eigentlich hast du mehr verpasst als gesehen. Den beim Markusplatz schnell und illegal aufgebauten Bilderstand von Banksy, dem ungekrönten britischen Street-Art-Aktivisten, hätte ich gerne gesehen.

War Banksy an der Biennale - und niemand hat's gemerkt?!

War Banksy an der Biennale - und niemand hat's gemerkt?! (Beitrag vom 23. Mai 2019)

Auch «Dysfunctional», ein hochgestochenes Projekt zwischen Kunst und Design, gesponsert von der Genfer Bank Lombard Odier. Nicht wegen der Show, sondern weil sie im Ca’ d’Oro eingemietet ist. Das wäre die Gelegenheit gewesen, einen der prächtigsten Palazzi am Canal Grande von innen zu sehen.

Aber verpasst ist verpasst, dafür habe ich anderes Interessantes gesehen. Das wird mir ab Pfingstmontag im ganzen Art-Basel-Gewusel nicht anders ergehen. Immerhin eine Gewissheit gibt es: Eine Location wie die Ca’ d’Oro kann ich in Basel nicht verpassen. Banksy oder Brad Pitt schon.

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