Junglenker verunfallen auffallend oft nachts und das insbesondere an Wochenenden. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung empfiehlt darum ein Nacht- und Weekendfahrverbot für unter 25-Jährige. Ein erhöhtes Unfallrisiko ergibt sich auch, wenn Jugendliche mit gleichaltrigen Mitfahrern im Auto unterwegs sind. Um auf noch sicherer zu gehen, wäre darum das Nachtfahrverbot mit einem Verbot zum Mitführen von jungen Passagieren zu kombinieren.

Der Vorschlag mag radikal klingen, aber er macht Sinn. Wenn keine Jugendlichen auf der Strasse sind, müssten nach dem Gesetz der Logik auch die Unfallzahlen sinken – dass bis jetzt noch niemand darauf gekommen ist.

Der neue Präventionsansatz bietet weitere Möglichkeiten für einen besseren Jugendschutz. Jugendliche besaufen sich zum Beispiel auch meistens nachts und das insbesondere an Wochenenden. Also wäre zu diesen Zeiten die Altersgrenze für den Verkauf von Alkohol heraufzusetzen oder unter 25-Jährigen an Wochenenden der Zutritt zu Tankstellen- und Bahnhofshops zu verbieten – auch kombinierbar.

Wenn wir schon dabei sind, wäre aber auch eine Massnahme zur Förderung der psychischen Gesundheit der Berufstätigen aller Altersklassen zu fordern: Eine Stunde vor Ladenschluss und an Samstagen ganztags keine Senioren in Supermärkten.