Ein kühles Bier zum Feierabend, das gönnt man sich bei der anhaltenden Hitze schon gern. Da könnte leicht vergessen gehen, dass unlängst das Limit für einen unproblematischen Alkoholkonsum herabgesetzt wurde: Maximal zwei (bisher drei) «Standardgläser» täglich für Männer, maximal eines (bisher zwei) für Frauen liegen drin. Und das aber auch nur, wenn dazwischen «an mehreren Tagen pro Woche» ganz auf Alkohol verzichtet wird.

Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, liebe Leserin, lieber Leser. Ich kenne so einige Stammtischrunden, wo sich jetzt ehrenwerte Mitglieder der Gesellschaft als Individuen mit einem gröberen Alkoholproblem entlarvt sehen.

Wir wollen hier aber nicht moralisieren, im Gegenteil. Es geht um ein Plädoyer für Trinker, die sich nach einem feinen Essen mit Wein auch noch schamlos einen Digestif gönnen. Ein «Standardglas», das ist eine Stange Bier, ein «Einer» Wein oder ein Quantum Schnaps, das die entsprechende Menge Alkohol enthält. Und das, liebe Wirte, sind eher vier als zwei Zentiliter.

Also schön fair bleiben und uns nicht für einen «Doppelten» doppelt plus mit dem schlechten Gewissen zahlen lassen, die Schwelle zum Risikotrinken mit dem einen Schnäpschen längst überschritten zu haben. Nicht vergessen: Wir sprechen hier nicht von rabattgierigen Schluckspechten, sondern von den Empfehlungen der eidgenössischen Kommission für Alkoholfragen.