Was haben das Klima und die Frauen miteinander zu tun – ausser dass Frauen meist Gfrörlis sind? Nichts. In der Art, wie über Klimaerwärmung und Gleichberechtigung gesprochen wird, erscheinen die beiden Themen aber wie siamesische Zwillinge.

Klimaerwärmung? Gibts nicht! Das ist eine Erfindung von bösen Grünen. Frauendiskriminierung? Längst vorbei! Existiert nur in den Köpfen von hysterischen Emanzen. Wer diesen Urteilen Fakten entgegenhält – Klimatabellen und Arktisschmelze oder Lohndifferenzen und Absenz von Frauen in Führungsgremien – kriegt oft Antworten wie: «Das Klima hat sich schon immer geändert, denk an die Eiszeiten.»

Oder: «Geh doch raus in die kalte Bise, wo bleibt die Erwärmung?» Zur Frauendiskriminierung heisst es seit Jahrzehnten mantramässig: «Die Frauen sind selber schuld! Es gibt nicht mehr Chefinnen, weil die Frauen nicht wollen.» Und wenn dann noch der tolle Satz folgt: «Wenn Frauen schlechter sind bei Lohnverhandlungen, können wir Männer doch nichts dafür.»

Solch hohle Scheinargumente nerven gewaltig. Ignorieren geht aber leider nicht, weil sie einem auch von Menschen um die Ohren geknallt werden, denen man mehr Verstand zutraut als nur gerade das Wissen in Länge einer Twitter-Botschaft.