Von allen aufgeblähten deutschen Bundesministerien ist jenes für Arbeit und Soziales bei weitem das aufgeblähteste. Der Mann, der ihm vorsteht, heisst mit Vornamen Hubertus, was der Wortherkunft nach «der durch Klugheit glänzende» bedeutet. Spätestens hier sollte man skeptisch werden.

Nur die Älteren unter uns werden sich an die Zeiten erinnern, in denen Hubertus Heils Partei, die SPD, noch mit klugen Entscheidungen glänzte. Doch als ginge es nicht schon skurril genug zu bei den deutschen Sozialdemokraten, dachte sich ausgerechnet der klug-glänzende Hubertus nun: «Da setze ich noch einen drauf!»

Vor zwei Wochen stellte Heil das neue Sozialgesetzbuch vor, das die Entschädigung von Gewaltopfern regeln soll. Sozialgesetzbuch eins bis zwölf gibt es bereits. Also kommt jetzt, klar: Nummer 14. Zuerst fiel das gar nicht auf, dann fragte eine bayrische Zeitung nach. Warum überspringt Heil die 13? «Ich bin kein abergläubischer Mensch und habe auch keine Angst vor Zahlen. Ich bin gläubiger Christ», liess Heil verlesen. Aber: «Es gibt viele Betroffene, die bei so einer Zahl ein ungutes Gefühl haben.»

Toll. Man darf gespannt sein, was sich Heil und sein Ministerium für Aberglaube und Soziales als Nächstes ausdenken. Sozialhilfe für bedürftige Engel und Feen vielleicht? Platz im Budget findet sich bestimmt.