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Weil Trump die goldene Kutsche will: Britische Behörden vor monströsem Sicherheitsproblem

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Golden und spektakulär soll es sein – der erste Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump stellt die britischen Behörden vor einige Probleme.

Golden und spektakulär soll es sein – der erste Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump stellt die britischen Behörden vor einige Probleme.

andy rain/epa/keystone

Donald Trump, der von der goldenen Kutsche der britischen Königin der Menge zuwinkt – eine Szene, die sich viele vor einem Jahr nicht einmal im Traum ausgemalt hätten. Doch genau so soll es sein.

Denn kein anderes Gefährt darf es sein, das Präsident Trump bei seinem ersten Staatsbesuch in London in Richtung Buckingham Palace fährt.

Diese Forderung hat das Weisse Haus mehrfach klar gemacht. Doch das stellt die britischen Behörden vor ein monströses Sicherheitsproblem: So ist es nämlich viel schwieriger die Sicherheit des amerikanischen Präsidenten in einer Kutsche anstelle eines kugelsicheren Autos zu gewährleisten.

Sicherheitsproblem Nr. 1: Goldene Kutsche

Eine von der britischen Zeitung «The Times» zitierte Quelle, nennt das Gefährt, das amerikanische Präsidenten transportiert «spektakulär»: «Es muss so entworfen sein, dass es beispielsweise einem Low-Level Raketen-Angriff widerstehen kann». Diesen Schutz bietet eine goldene Kutsche keineswegs. «Es gibt zwar Möglichkeiten zum Schutz, beispielsweise kugelsicheres Glas, aber diese sind sehr begrenzt und fadenscheinig.», so die Quelle weiter. Im Falle eines Raketenangriffs oder bei Angriffen mit Hochleistungsmunition wäre Donald Trump folglich kaum geschützt.

Die britischen Behörden werden beim geplanten Staatsbesuch von Donald Trump im Oktober dieses Jahres mit dem Secret Service zusammenarbeiten. Neben dem enormen Sicherheitsproblem verbunden mit der goldenen Kutsche, muss die britische Polizei ein weiteres Problem ins Auge fassen: Zahlreiche Demonstrationen.

Theresa May, Premierministern von England, traf US-Präsident Trump bereits im Januar 2017 im Weissen Haus. Zahlreiche Briten demonstrierten gegen den geplanten Staatsbesuch von Donald Trump im Oktober dieses Jahres

Theresa May, Premierministern von England, traf US-Präsident Trump bereits im Januar 2017 im Weissen Haus. Zahlreiche Briten demonstrierten gegen den geplanten Staatsbesuch von Donald Trump im Oktober dieses Jahres

shawn thew/epa/keystone

Sicherheitsproblem Nr. 2: Demonstrationen

Als nämlich im Januar der Staatsbesuch von Donald Trump angekündigt wurde, gingen bereits 1.8 Millionen Briten auf die Strasse. Für den effektiven Besuch im Oktober, rechnet die britische Polizei mit noch mehr Demonstranten.

Ein weiteres Sicherheitsproblem, das auch gehörig ins Geld geht. Laut einem Insider der britischen Polizei, sei der Staatsbesuch von Trump eine «ziemlich grosse Operation». Und es könne gut sein, dass sich die Kosten dabei auf rund £ 7.5 Millionen belaufen. Der gleiche Betrag wurde für die Sicherung des G20 Gipfels im Jahr 2009 aufgewendet. (ohe)