Chile
... und dann begann plötzlich der Boden zu schwanken

Nach dem Erdbeben in Chile mit einer Stärke von 8,2 tauchen im Internet immer mehr Amateurvideos von der Naturkatastrophe auf. Die Aufnahmen zeigen, wie einige Menschen in Panik geraten, während andere sich festhalten bis alles vorüber ist.

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Am stärksten erwischte es die Region Iquique.

Am stärksten erwischte es die Region Iquique.

Keystone

Das Erdbeben an der Pazifikküste von Chile am Dienstagabend forderte sechs Menschenleben. Fast eine Million Menschen ergriff zeitweilig die Flucht in höhergelegene Gebiete aus Angst vor einem Tsunami. Auch auf Hawaii und in Indonesien auf der anderen Seite des Ozeans wurden Tsunamiwarnungen herausgegeben.

Panik und Chaos

In der Stadt Iquique nahe dem Epizentrum nutzten laut Innenminister Rodrigo Peñalillo rund 300 Häftlinge das Chaos für einen Gefängnisausbruch. Die Regierung entsandte rund einhundert Elitesoldaten, um Plünderungen zu verhindern.

Amateuraufnahmen aus Chile zeigen den Moment, als das Erdbeben einsetzt. In einem Restaurant filmte ein Augenzeuge, wie sich die Gäste unter Tische retten. Schrei sind zu hören, das Licht geht aus. Als das Beben vorbei ist, retten sich die Leute auf die Strasse.

Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie sich Menschen versuchen, an einer Theke festzuhalten, während das ganze Gebäude durchgeschüttelt wird. Andere verlassen den Raum fluchtartig.

Teil des Feuerrings

Chile liegt auf dem so genannten Pazifischen Feuerring, einem besonders erdbebengefährdeten Gebiet. Im Februar 2010 ereignete sich vor der Küste des Landes etwa 235 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Santiago de Chile ein heftiges Beben der Stärke 8,8. Mehr als 500 Menschen kamen ums Leben. (sda/cze)