Grausiger Fund
Über 130 Leichen in zwei Massengräbern in Syrien entdeckt

In zwei Massengräbern im Nordwesten Syriens sind die Leichen von etwa 130 Kämpfern gefunden worden. Die Opfer seien entweder erschossen oder geköpft worden, berichtet die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

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Schrecklicher Fund in Syrien. (Archiv)

Schrecklicher Fund in Syrien. (Archiv)

Keystone

130 Leichen in zwei Massengräbern: Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurden die Toten am Mittwoch und Donnerstag in der Nähe der Stadt Chan Scheikun entdeckt.

Vergangene Woche hatten sich in der Provinz Idlib die dschihadistische Miliz Dschund al-Aksa und die Fatah al-Scham heftige Kämpfe geliefert.

Nach Angaben des Direktors der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, nahm Dschund al-Aksa die gegnerischen Kämpfer fest und "exekutierte" sie. Mohammad Raschid, Sprecher der mit Fatah al-Scham verbündeten Rebellengruppe Dschaisch al-Nasr, sprach von 128 Toten. Darunter seien 71 Kämpfer seiner Gruppe, drei Journalisten und elf Kommandanten.

Fatah al-Scham hiess früher Al-Nusra-Front und war der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Trotz ihres Namenswechsels wird sie ebenso wie Dschund al-Aksa weiter international als Terrororganisation geführt.

Die beiden Gruppen hatten sich im Oktober verbündet, doch im Januar wieder überworfen. Seitdem liefern sie sich blutige Kämpfe um die Vorherrschaft in Idlib, die sich mittlerweile auf die Nachbarprovinz Hama ausweiteten.

Fatah al-Scham hat sich mit anderen Rebellengruppen zur Front Tahrir al-Scham zusammengeschlossen, die für den Sturz der Regierung von Präsident Baschar al-Assad kämpft.

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