Seoul
Tote bei Unwetter in Südkorea

Nach Unwettern haben Überschwemmungen mindestens sieben Menschenleben in Südkorea gefordert. Mehrere gelten als vermisst. In der Hauptstadt Seoul standen Häuser, Strassen und U-Bahnstationen unter Wasser.

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Die Strassen in Soul sind überschwemmt, Menschen bahnen sich ihren Weg hindurch.

Die Strassen in Soul sind überschwemmt, Menschen bahnen sich ihren Weg hindurch.

Keystone

Unwetter mit Überschwemmungen haben in Südkorea mindestens sieben Menschenleben gefordert. Sechs Menschen galten Berichten südkoreanischer Sender zufolge bis zum Dienstagvormittag (Ortszeit) als vermisst. In der Millionenmetropole Seoul und angrenzenden Regionen im nördlichen Teil des Landes standen Häuser, Strassen, Felder und U-Bahnstationen unter Wasser. Zahlreiche Fahrbahnen und Stationen mussten vorübergehend gesperrt werden. Seit Montag wurde die Hauptstadtregion von heftigen Niederschlägen heimgesucht. Das Wetteramt kündigte weiteren starken Regen an.

Ein Ladeninhaber versucht sein Hab und Gut zu retten.

Ein Ladeninhaber versucht sein Hab und Gut zu retten.

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Im südlichen Seouler Stadtbezirk Dongjak wurde die grösste Niederschlagsmenge seit 80 Jahren gemessen, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Wetteramt berichtete. An einem Punkt seien dort mehr als 141 Liter Regen pro Quadratmeter und Stunde gefallen.

In dem Stadtteil kam den Berichten zufolge ein Angestellter der Stadt beim Versuch ums Leben, einen umgestürzten Baum zu beseitigen. Er sei vermutlich an den Folgen eines Stromschlags gestorben. Im Bezirk Gwanak ertranken drei Menschen in ihrer Tiefparterre-Wohnung. Im selben Bezirk wurde eine Leiche aus einer ebenfalls überfluteten Wohnung geborgen. In der Provinz Gyeonggi wurde eine Leiche unter den Trümmern einer eingestürzten Bushaltestelle geborgen, eine weitere Person wurde von einem Erdrutsch erfasst und dabei getötet.

Im Unwetter kamen mehrere Menschen um, manche werden vermisst. Suchmannschaften versuchen sie nach Erdrutschen zu finden.

Im Unwetter kamen mehrere Menschen um, manche werden vermisst. Suchmannschaften versuchen sie nach Erdrutschen zu finden.

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Präsident Yoon Suk Yeol wies die Behörden an, Menschen aus Gebieten in Sicherheit zu bringen, die am stärksten von den Wassermengen gefährdet seien.

Auch Nordkorea gab am Dienstag eine Starkregenwarnung heraus. Die Warnung betrifft laut nordkoreanischen Rundfunkberichten die südlichen Landesteile. Berichte über Schäden in dem weithin abgeschotteten Land lagen nicht vor. (dpa)