USA
Nach vier Jahren rennen mit Major und Champ bald wieder Hunde durch das Weisse Haus

Tierfreunde in ganz Amerika atmen auf. Zusammen mit Joe Biden und seiner Frau Jill werden endlich wieder zwei Vierbeiner ins Weisse Haus einziehen: die Schäferhunde Major und Champ.

Fabian Hock
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Jill Biden mit Major (links) und Champ.

Jill Biden mit Major (links) und Champ.

HO

Major wurde von den Bidens aus einem Tierheim adoptiert. 2018 hatten sie ihn aus der Delaware Humane Association, wo er aufgenommen wurde, zu sich geholt. Die haustierlose Zeit im Amtssitz des US-Präsidenten geht damit nach vier Jahren zu Ende. Donald Trump zog ohne tierische Begleiter ein – und bald auch wieder aus.

Dass ab Januar wieder zwei «First Dogs» über den Rasen an der Pennsylvania Avenue 1600 in Washington toben, bringt Amerika ein Stück Normalität zurück. Denn Trump war auch hier eine Ausnahme. Präsidiale Haustiere sind die Regel: Mit Barack Obama (2009-2017) und seiner Familie zog auch der portugiesische Wasserhund Bo ins Weisse Haus ein.

Obama hatte seinen Töchtern die Anschaffung eines Hundes im Falle einer Wahl versprochen. Während Obamas zweiter Amtszeit kam Sunny dazu. George W. Bush (2001-2009) hatte mit Spot, Barney und Miss Beazley gleich drei Hunde und eine Katze. Bei Bill Clinton (1993-2001) wohnten Katze Socks und Labrador Buddy.

George Bush senior, Ronald Reagan oder Jimmy Carter: Auch sie alle hielten Haustiere im Weissen Haus, vorwiegend Hunde. Tatsächlich war Donald Trump der erste Präsident seit Warren G. Harding in den 1920er-Jahren, der mit dieser Tradition brach.

Die treuen Begleiter spielen in der amerikanischen Präsidentschaft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Nicht nur, dass sie für allerlei Kuriositäten sorgten – wie etwa Bushs Hund, der einen Reporter biss, oder Teddy Roosevelts Bullterrier, der dem französischen Botschafter die Hose zerfetzte und damit fast eine diplomatische Krise auslöste. Hunde lassen den Präsidenten – oder den Bewerber im Wahlkampf – bei der Wählerschaft fürsorglich und warmherzig erscheinen.

Anders als in diesem Jahrhundert hielten frühere US-Präsidenten teils regelrechte Zoos: John F. Kennedy besass unter anderem drei Ponys, Herbert Hoover zwei Alligatoren, Amerikas erster Präsident George Washington einen Esel und Andrew Jackson einen fluchenden Papagei.