Israel
Israelische Polizei wappnet sich für Gewalt nach den Freitagsgebeten

Die israelische Polizei in Jerusalem hat vor der Beisetzung des getöteten palästinensischen Jugendlichen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Zudem wird mit Gewalt nach den Freitagsgebeten gerechnet.

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Palästinenser beim Freitagsgebet. (Symbolbild)

Palästinenser beim Freitagsgebet. (Symbolbild)

Keystone

Die israelische Polizei hat vor der Beisetzung des in Jerusalem getöteten 16-jährigen Palästinensers am Freitag zusätzliche Einsatzkräfte in der Stadt stationiert. Ausserdem wurde Männern unter 50 Jahre der Zugang zum Komplex der Al-Aksa-Moschee untersagt.

Die Moschee ist das wichtigste Heiligtum der Muslime in der Stadt und oft Ausgangspunkt für gewaltsame Proteste nach den Freitagsgebeten.

Die Familie des Jugendlichen und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas sehen den Jugendlichen als Opfer eines Rachemordes. Er war nach der Beerdigung dreier jüdischer Schüler verschleppt worden, die im Westjordanland getötet worden waren.

Israel macht die radikal-islamische Hamas für diese Tat verantwortlich. Sie hat sich bislang nicht dazu geäussert. Die Täter sind auf der Flucht.

Der Tod der vier Jugendlichen hat Emotionen und Feindseligkeit auf beiden Seiten wieder hochkochen lassen. Es kam zu Ausschreitungen ultra-nationalistischer Israelis gegen Palästinenser. In Jerusalem protestierten Palästinenser mit Steinwürfen gegen Polizisten.

Aus dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen wurde der Süden Israels wieder mit Raketen beschossen. Dessen Luftwaffe flog mehrere Angriffe auf Ziele im Küstengebiet. Am Freitag schlugen zwei Raketen in Israel ein. Eine weitere wurde nach Militärangaben von einem Abwehrsystem abgefangen. (sda)

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