Mehrere Parteiexponenten erläuterten am Freitag vor den Medien ihre Kritik und Veränderungsvorschläge. Es gelte, die ausufernden Kosten in den Griff zu bekommen. Sozialhilfeabhängigkeit dürfe keine Lebensform, sondern müsse Überbrückung in einer Notsituation sein. Grundlegende Fehler steckten aber im System als solchem.

Nationalrat und Kantonalparteipräsident Alfred Heer ortete ein zentrales Problem bei der "Einwanderung unter dem Titel Asyl". Diese sei einzuschränken. Die Gemeinden müssten zudem wieder ein Mitsprache und -entscheidungsrecht bei den KESB-Behörden erhalten.

Laut Jürg Trachsel, Präsident der Kantonsratsfraktion, schliessen "so genannte Profis der KESB" Abkommen mit der "Sozialindustrie", ohne die Gemeinden einzubeziehen. Diese verkämen zu reinen Zahlstellen. Dabei werde vernachlässigt, dass auf Gemeindeebene der einzelne Sozialhilfe-Fall besser bekannt und beurteilbar wäre. Eine Kantonalisierung der Sozialkosten wäre deshalb auch keine Lösung.

Kostenanstieg bremsenKantonsrätin Barbara Steinemann sowie die Kantonsräte Claudio Schmid und Claudio Zanetti warnten vor dem alarmierenden Anstieg der Sozialkosten. Diese Entwicklung gelte es zu brechen.

Steinemann forderte Transparenz bei den "Finanzströmen im Sozialbereich". Nicht die Regierung, sondern das Parlament sollte die Kompetenz haben, Tarife für Fremdplatzierungen, Familienbegleitungen und dergleichen festzulegen.

Schmid verlangte eine mindestens zehnprozentige generelle Leistungskürzung im Kanton. Zudem sollten vorläufig Aufgenommene Aslysuchende (Asyl F) keinen Anspruch auf Sozialhilfe haben, sondern ausschliesslich Nothilfe beziehen dürfen.

Zanetti pochte auf mehr Föderalismus, Demokratie und Wettbewerb bei den Sozialbehörden. Sozialhilfe sei zudem mit der Forderung nach eigener Leistung zu verbinden. Sozialhilfebeziehende müssten einen Anreiz dafür haben, selbst etwas zu leisten.

SVP des Kantons Zürich stellte am Freitag 17.Oktober 2014 einen Massnahmekatalog gegen sogenannte Sozialexzesse vor.

Der Nationalrat und Präsident der SVP des Kantons Zürich Alfred Heer erklärt im Interview die Forderungen der Partei.