Seit Donnerstag ist Angela Magdici wieder in der Schweiz, am Samstag hat das Zürcher Zwangsmassnahmengericht einen Antrag auf Untersuchungshaft für Magdici gutgeheissen - wegen Fluchtgefahr.

Ihr Schweizer Pflichtverteidiger Urs Huber will nun Beschwerde beim Obergericht Zürich einreichen. «Die U-Haft wurde vor allem wegen der angeblichen Fluchtgefahr verhängt», erklärte Huber gegenüber «20 Minuten». Da diese jedoch bei Angela Magdici nicht gegeben sei, wolle er sich dafür einsetzen, dass seine Klientin so schnell wie möglich freikommt. Magdici könne auch jederzeit ein Haftentlassungsgesuch stellen.

Tilgung von Anwaltskosten steht noch aus

Während Magdici in Untersuchungshaft abwartet, hat das bittere Nachspiel des Gefängisausbruches auch für ihre Familie kein Ende: Anwaltskosten, Krankenkassen, Leasingraten des BMWs und möglicherweise Tausende von Franken für Parkgebühren - sollte der BMW nicht schnellstmöglich abgeholt werden - stapeln sich bei Angelas leiblichem Vater zu Hause. Obwohl Kurt Bill einige Rechnungen schon tilgen konnte, bereiten ihm die Krankenkassen- und Anwaltskosten Sorgenfalten.

Magdici und Kiko schulden dem Pflichtverteidiger 3900 Euro. Dieser will erst wieder weiterhelfen, sobald er das Geld erhalten habe. Bill braucht dringend die Vollmacht seiner Tochter, was bislang erfolglos blieb: Bereits viermal habe er bei der Staatsanwaltschaft angefragt - ohne Antwort. 

«Ich weiss nicht, wann ich Angela besuchen darf. Ich möchte meine Tochter endlich in die Arme nehmen, ihr versichern, dass wir hinter ihr stehen. Auch habe ich Verständnis für ihre grosse Liebe. Es gilt aber ebenso praktische Dinge zu erledigen», meint er gegenüber «Blick».

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