Dietikon

Wegen Ansteckungsgefahr: Keine Kaninchen an Jungtierschau erlaubt

Obwohl Kaninchen von Jungtierschauen ausgeschlossen werden, zeigen sich die Veranstalter dennoch optimistisch.

Obwohl Kaninchen von Jungtierschauen ausgeschlossen werden, zeigen sich die Veranstalter dennoch optimistisch.

Ende Mai findet die Jungtierschau statt – wegen einer gefährlichen Seuche sind Kaninchen dieses Jahr ausgeschlossen.

Wenn Ende Mai in der Kleintieranlage «Vogelau» in Dietikon die Jungtierschau stattfindet, müssen Kaninchen aussen vor bleiben. Denn zur Zeit ist die virale hämorrhagische Kaninchenkrankheit (VHK) – eine Tierseuche, die auch als Chinaseuche bezeichnet wird – im Umlauf und macht den Nagern zu schaffen. Im Kanton Zürich tötete das Virus bereits mehrere Kaninchen. Gemäss Kaninchenzüchter Hans-Rudolf Dubach kann der entwickelte Impfstoff noch nicht eingesetzt werden, da er zuerst noch bewilligt werden muss.

Der Kleintierzüchterverein Dietikon und Umgebung muss als Veranstalter der Jungtierschau deshalb in seiner diesjährigen Ausstellung auf Kaninchen verzichten. Das Veterinäramt des Kantons Zürich hat ein entsprechendes Verbot ausgesprochen. Dies hält die Veranstalter aber nicht davon ab, die Schau auch ohne Kaninchen durchzuführen. Roland Peyer, Mitglied vom Kleintierzüchterverein, betont: «Wir wollen die Besucher, die sich darauf freuen, nicht enttäuschen.»

Kein Streichelzoo

Normalerweise können die Besucher in Dietikon zehn verschiedene Kaninchen-Rassen bestaunen und streicheln. Der Streichelzoo fällt allerdings dem Fehlen der flauschigen Nager zum Opfer. Laut Roland Peyer werden stattdessen dieses Jahr mehr Rassegeflügel zu sehen sein. Nebst dem Anschauen der Tiere können Interessierte sich vor Ort auch weiterbilden. Zu jeder Tierart wird es spezifische Informationsschilder geben.

Hans-Rudolf Dubach bringt seine Kaninchen seit vielen Jahren immer an die Jungtierschau. Wegen dem Virus müssen sie dieses Jahr aber zu Hause bleiben. Seinen Tieren sei bisher glücklicherweise nichts passiert. Er betont jedoch: «Man ist nie sicher.»

Derzeit achtet er in seinen Ställen besonders auf die Hygiene. Nicht nur seine Hände desinfiziert er regelmässig, auch auf seine Kleidung muss er Acht geben. Denn wie Roland Peyer erklärt, könne das Virus noch bis zu 100 Tage auf Kleidern Spuren hinterlassen.

Lange Vorbereitung

Der Organisationsaufwand für die Jungtierschau sei jedes Jahr aufs Neue ein grosser Aufwand. Der Kleintierzüchterverein bereitet sich jeweils schon Monate im Voraus auf den Anlass vor. Dabei können unvorhersehbare Entwicklungen wie die Chinaseuche nur schwer berücksichtigt werden. Die Schau ganz abzusagen, wäre organisatorisch nur schwer möglich gewesen, wie Roland Peyer erklärt: «Es wäre für uns einen riesen Verlust gewesen.» Deshalb ist die Freude bei den Veranstaltern gross, dass der Anlass wie geplant durchgeführt werden kann.

Alle Sponsoren seien bereits fest an Bord alle Bestellungen für die Festwirtschaft bereits getätigt. Auch ohne Kaninchen ist Peyer optimistisch, dass viele Besucher ihren Weg nach Dietikon finden werden. Es handle sich schliesslich um eine traditionelle Ausstellung und viele Besucher würden jedes Jahr wiederkommen. «Hier wird den Leuten etwas geboten», ist er überzeugt. Trotz den schwierigen Umständen steht der 34. Dietiker Jungtierschau also nichts mehr im Weg.

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