«Alternative Liste»

Vom Gerichtssaal in den Zürcher Kantonsrat? - Elmer kandidiert

Rudolf Elmer.

Rudolf Elmer.

Ex-Banker und Wikileaks-Informant Rudolf Elmer will für die Alternative Liste ins Zürcher Kantonsparlament. Der Ex-Banker hat Prozesse wegen Verletzung des Bankgeheimnisses am Hals. Trotzdem setzt ihn die AL auf ihre Kantonsratsliste.

Der 59-Jährige, der am nächsten Montag erneut wegen Bankgeheimnisverletzung vor Gericht steht, ist auf Platz 3 der AL-Kantonsratsliste im Bezirk Bülach, wie Walter Angst vom AL-Wahlausschuss gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF bestätigte.

AL schätzt und unterstützt Whistleblower 

Rudolf Elmer steht schon länger im Kontakt mit der linken Bewegung «Alternative Liste». Die Partei unterstützte ihn bereits während seines ersten Prozesses 2011. Auch im aktuellen Prozess steht sie hinter ihm.

«Rudolf Elmer hat einen wichtigen Beitrag geleistet zur Aufklärung von Steuerhinterziehungspraktiken der Off-Shore-Banken aus der Schweiz», erklärt Angst die Kandidatur. Elmer sei noch nicht rechtskräftig verurteilt. Deshalb sei seine Kandidatur kein Problem.

Angst räumt allerdings ein, dass Elmers Wahlchancen im Bezirk Bülach gering sein würden. Mit einer Überraschung sei aber trotzdem zu rechnen. Unangemessen sei wie die Zürcher Justiz auf den Whistleblower losgehe. «Fest steht, wir nehmen nicht jemanden auf unsere Liste, der das Amt nicht annehmen könnte», so Angst. 

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