Die Mazedonierin kam im Sommer 2013 nach Wallisellen ZH zu ihrem Verlobten. Die Heirat war von den Vätern der beiden arrangiert worden. Bereits nach wenigen Tagen kam es zum Streit zwischen den Brautleuten.

Der mehrfach vorbestrafte Verlobte, der aus psychischen Gründen eine IV-Rente erhält, zwang die Frau zum Geschlechtsverkehr. Zudem schlug er sie und bedrohte sie mit dem Tode. Nach zwei Wochen floh die zwei Jahre jüngere Frau.

In seiner Beschwerde ans Bundesgericht beantragte der Schweizer mit mazedonischen Wurzeln, dass er von den Vorwürfen der Vergewaltigung, Freiheitsberaubung, Nötigung und den Tätlichkeiten freigesprochen und mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bestraft wird.

Auch wandte sich der Verurteilte gegen die Massnahme. Er bemängelte, dass für das Gutachten keine Gespräche geführt worden seien und es ausschliesslich auf Akten basiere.

Grund dafür ist gemäss dem Bundesgerichtsentscheid jedoch die Weigerung des Mannes, sich beurteilen zu lassen und bei der Begutachtung mitzuwirken.

Rückfällig geworden

So weit die Lausanner Richter überhaupt auf die Beschwerde eingetreten sind, haben sie sie abgewiesen. Sie kommen in ihrem Urteil zum Schluss, dass das Zürcher Obergericht die Aussagen der Frau nach einer eingehenden Prüfung in einen schlüssigen Zusammenhang gestellt habe.

Der Beschwerdeführer habe nichts vorgebracht, dass das Beweisergebnis in Frage stellen könne. Vielmehr erschöpften sich seine Ausführungen in Unterstellungen und unbelegten Behauptungen.

Hinsichtlich der stationären therapeutischen Massnahme hält das Bundesgericht fest, dass der Verurteilte mehrfach verurteilt worden sei. Während der letzten Probezeit habe er sich zwar bewährt, sei aber kurz nach Ablauf derselben erneut straffällig geworden.

Eine ambulante Massnahme sei deshalb nicht zielführend und könne ausgeschlossen werden. Zudem gehe aus dem Gutachten hervor, dass der Mann psychisch schwer gestört sei und das Risiko bestehe, dass er wieder schwere Delikte begehe.