Interessensvertreter

Verein will Region in das nationale Schaufenster stellen

Die Limmattaler Gemeinden sollen künftig ihre Interessen vereint durch die «Regionale Projektschau Limmattal» vertreten können. (Archivbild)

Die Limmattaler Gemeinden sollen künftig ihre Interessen vereint durch die «Regionale Projektschau Limmattal» vertreten können. (Archivbild)

Gemeinden sollen sich zum Verein «Regionale Projektschau Limmattal» zusammenschliessen, um so gemeinsam Ideen umzusetzen und sie in Bern zu vertreten.

Die Kräfte der Limmattaler Gemeinden bündeln und das kantonsübergreifend, um so die Interessen gegenüber dem Bund aktiv zu vertreten. Das ist das Ziel des Vereins «Regionale Projektschau Limmattal», der diesen Sommer gegründet werden soll. Die Idee dazu stammt von den Raumplanungsämtern der Kantone Zürich und Aargau. Dies erklärte Balthasar Thalmann, stellvertretender Abteilungsleiter, Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich anlässlich einer Präsentation an der Delegiertenversammlung der Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL).

Angelegt ist der Verein vorerst auf zehn Jahre. In rund fünf Jahren, so Thalmann, sollen erste Projekte umgesetzt werden, die dann ins nationale Schaufenster gestellt würden. Welche das sind, liess er offen. «Es sind verschiedene Ideen vorhanden, wie sich das Limmattal entwickeln soll. Nun geht es darum, diese auf den Boden zu bringen», hielt er fest.

Sie müssten also umsetzungsfähig gemacht werden. Dies gehe nur, wenn man kantonsübergreifend arbeite und die Gemeinden eine starke Rolle spielten. Mitglieder des Vereins sollen deshalb die Limmattaler Gemeinden und Städte sowie die beiden Kantone sein. Dessen Zweck sei unter anderem die Steigerung der Lebensqualität sowie der Attraktivität der Region.

«Zudem verfolgen wir das Ziel, eine Identität im Tal zu schaffen», so Thalmann. Dazu sollen Projekte erarbeitet und realisiert werden. Handlungsfelder gebe es viele, unter anderem die Themen Wohnen, Mobilität, Landwirtschaft oder Erholung. Dabei müsse noch herausgearbeitet werden, inwiefern sich der neue Verein von bestehenden Organisationen wie der ZPL oder etwa der Standortförderung abgrenze.

Bereits Mitte Juni sollen die Einladungen zur Mitgliedschaft an die Gemeinden verschickt werden, sodass der Verein am 19. August gegründet werden könne, sagte Thalmann. Dieser werde über eine professionelle Geschäftsstelle verfügen. Richtig losgehen soll es 2016 mit der Erarbeitung von ersten Projekten. Die Gesamtkosten für die ersten fünf Jahre werden mit drei Millionen Franken beziffert. Davon steuern die beiden Kantone Zürich und Aargau je 1,3 Millionen Franken bei. Die Gemeinden müssten über den fünfjährigen Zentraum also insgesamt 400 000 Franken bezahlen.

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