Mit "einigen Dutzend" Kandidaten hatte Michael Benz von der zuständigen Werbeagentur gerechnet, wie er am Dienstag zur sda sagte. Schon am ersten Tag zeigte sich, dass diese Schätzung viel zu bescheiden war: Innert Stunden gingen 600 Bewerbungen ein. 

Und der Ansturm hielt an: Am Donnerstag nun meldete die Medienstelle der FCZ-Frauen, innert 48 Stunden seien mehr als 1500 Anmeldungen eingegangen. Die Suche werde deshalb eingestellt. Ursprünglich hätten sich Interessierte noch bis am Sonntag melden können.

Welche elf Männer schliesslich an der Hand der Spielerinnen ins Letzigrund-Stadion einlaufen dürfen, entscheidet angesichts der Menge wohl das Los, wie FCZ-Frauen-Geschäftsführerin Marion Daube am Donnerstag auf Anfrage sagte.

Eigentlich hatte man vorgehabt, die Spielerinnen als Jury auswählen zu lassen. Aber das sei wohl unmöglich bis Montag. Die Auserwählten werden am Montag informiert. Ganz leer ausgehen wird aber keiner: Jeder Angemeldete erhielt automatisch einen Gutschein für zwei Gratis-Tickets.

Hinspiel 5:2 gewonnen

Die FCZ-Frauen seien "völlig überrascht" von dem Ansturm. Ob die Aktion wiederholt wird, ist noch offen. Falls die Zürcherinnen weiterkämen, wäre es nicht ausgeschlossen, weiteren Bewerbern die Chance zu geben, Begleitmänner zu sein.

Die Voraussetzungen sind gut: Laut Daube haben die FCZ-Frauen am Mittwochabend in Kroatien gegen die Spielerinnen des ZNK Osijek das Hinspiel im Sechzehntel-Final der UEFA Woman's Champions League mit 5:2 gewonnen. Das Heimspiel für die Zürcherinnen findet am kommenden Mittwoch im Zürcher Letzigrund statt.