Die Urdorferin Olivia Yagura spielte bis 2005 für den HCDU. In ihrer letzten Saison damals stieg sie mit ihrem Verein in die 2. Liga ab. Neun Jahre später kehrte sie zurück, um den Wiederaufstieg zu feiern. «Es ist, als wäre dazwischen keine Zeit vergangen», sagt die Flügelspielerin und Teamtopskorerin, «im HCDU herrscht noch immer ein Verhältnis wie in einer Familie.»

Wem Olivia Yagura eine Glatze rasieren will

Olivia Yaguras Ideen nach geschafftem Aufstieg.

Marco «Wytti» Wyttenbach (ganz links, hinten) soll geschoren werden.

Marco «Wytti» Wyttenbach (ganz links, hinten) soll geschoren werden.

Yagura hat bei einigen Teamkolleginnen aus vergangenen Zeiten bei Amicitia und Wohlen erfolgreich mit diesem Argument geworben. Martina Decker, Sara Kijewski, Jasmin Burkhalter, Manuela Strebel und Andrea Rieder haben alle mindestens in der NLB (respektive der SPL2) gespielt.

Mit Rieder wohnt die Halb-Japanerin Yagura in Altstetten zusammen. Die Dritte in dieser Handball-WG ist Franziska Drack vom TV Uster (SPL2). Die habe gegenüber Yagura bereits ihr Interesse signalisiert, im Fall eines Aufstiegs des HCDU ins Limmattal zu wechseln.

Das eigene Team als Überraschung

Bis dahin braucht es am Sonntag in Langenthal voraussichtlich einen hohen Sieg. Yagura tut sich schwer, die gegnerischen Teams von Crissier II und der SG Aargau West einzuschätzen. «Es sind Wundertüten», sagt sie – und setzt darauf, dass auch die eigene Mannschaft als solche gilt. Deshalb hütet sie sich, öffentlich etwas zu den Stärken und Schwächen des Teams zu sagen. 

Die Limmattalerinnen, die bereits den Regionalcup gewonnen haben, überlassen nichts dem Zufall, um den Aufstieg in die Tat umzusetzen. Sie haben in letzter Zeit Mentaltraining genommen und reisen darüber hinaus bereits heute an, um sich anzugewöhnen.

Yagura ist sogar als ehemalige NLA-Spielerin begeistert von den Möglichkeiten, die der Verein der Equipe bietet. Es ist ein klares Bekenntnis: Der HCDU will ebenso starke Frauen wie Männer. Die sind bereits in die 1. Liga zurückgekehrt und gewannen den Regionalcup ebenfalls.

Der HCDU als Anziehungspunkt?

Die Stärkung der Frauen erscheint weitsichtig: Bei ihnen gibt es lediglich eine 1.-Liga-Gruppe schweizweit. Dietikon-Urdorf stellte im Falle der Promotion das einzige Team in dieser Spielklasse aus dem Grossraum der Stadt Zürich und wäre damit eine attraktive Adresse für eine Vielzahl an Spielerinnen. Die lebhafte Yagura bleibt bis auf Weiteres Teil der Equipe. Schliesslich geht es für die Angestellte des Zürcher Sportamts um eine Herzensangelegenheit.