Zürcher Kantonsrat

Sportfonds soll mehr Lotteriegelder erhalten

Mit der Gesetzesänderung könne der Kanton ein "ganz starkes Zeichen" für den Breitensport im Kanton Zürich setzen (Symbolbild).

Mit der Gesetzesänderung könne der Kanton ein "ganz starkes Zeichen" für den Breitensport im Kanton Zürich setzen (Symbolbild).

Der Sport soll mehr Lotteriegelder erhalten: Der Kantonsrat hat die notwendige Revision des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung (CRG) behandelt. Die Schlussabstimmung findet in vier Wochen statt. Es zeichnete sich eine klare Mehrheit ab.

Mit der Gesetzesänderung sollen vom Ertrag der Interkantonalen Landeslotterie (Swisslos), den der Kanton Zürich erhält, neu 30 Prozent und nicht mehr nur 21 Prozent in den Sportfonds fliessen. Der Beitrag erhöht sich so jährlich von rund 16 auf 23 Millionen Franken.

Entsprechend kleiner wird der Anteil für den Lotteriefonds, aus dem Projekte aus den Bereichen Kultur, Soziales, Bildung und Freizeit unterstützt werden. Die Forderung nach einer Aufstockung zugunsten des Sports hatte eine Motion von drei CVP-Kantonsräten gefordert, die 2013 an den Regierungsrat überwiesen worden war.

Gegen die Gesetzesänderung sprachen sich einzig die Grünen aus. "Wir sind nicht gegen den Sport und auch nicht gegen die 30 Prozent", sagte Res Marti (Zürich). Es sei aber der "denkbar schlechteste Zeitpunkt" für eine Neuverteilung der Lotteriegelder.

Zuerst Bundesgesetz abwarten

Marti wies darauf hin, dass der Bund zurzeit das Bundesgesetz über Geldspiele ändere. Diese Gesetzesänderung sehe vor, dass Lotteriegelder nicht mehr in die allgemeine Staatsrechnung einfliessen dürfen.

Der Kantonsrat müsse sich endlich klar werden, was mit dem Lotteriefonds alles finanziert werden soll, ergänzte Esther Guyer (Grüne, Zürich). Deshalb müsse nun mit einem "unbequemen Nein" die Reissleine gezogen werden. Der Antrag, auf die Gesetzesänderung nicht einzutreten, wurde jedoch mit 148 gegen 19 Stimmen abgelehnt.

In den übrigen Fraktionen herrschte die Meinung vor, die Aufstockung des Sportfonds sei eine sinnvolle Massnahme. Sie komme unmittelbar der Sportinfrastruktur in den Gemeinden, der Freiwilligenarbeit in den Vereinen und der Förderung von Sportprogrammen zugute.

Mit der Gesetzesänderung könne der Kanton ein "ganz starkes Zeichen" für den Breitensport im Kanton Zürich setzen, betonte Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP). Dem Sport komme bezüglich Integration und Gesundheit eine zentrale Rolle zu.

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