Ausstellung

Scherenschnitte: Fein geschnittene Welt im Landesmuseum Zürich

Scherenschnitte vom Feinsten zeigt das Landesmuseum Zürich von Freitag bis zum 19. April. Das Begleitprogramm gibt Interessierten die Möglichkeit, die Entstehung solcher Werke zu beobachten und sich auch selbst im Schneiden zu versuchen.

Die Ausstellung "Scherenschnitte. Papiers découpés. Silhouette. Paper cuts", ist in mehreren historischen Zimmern des Landesmuseum aufgebaut. Sie schlägt den Bogen von historischen Vorbildern zu zeitgenössischen Arbeiten.

Viele der Exponate gingen aus einem Wettbewerb unter den Mitgliedern des Vereins Freunde des Scherenschnitts von 2012 hervor. Kuratorin Christina Sonderegger präsentierte die Schau am Mittwoch den Medien.

Das Landesmuseum Zürich widmet sich in einer Ausstellung ganz dem Thema Scherenschnitte. Historische Werke werden zeitgenössischen Interpretationen gegenübergestellt.

Das Landesmuseum Zürich widmet sich in einer Ausstellung ganz dem Thema Scherenschnitte. Historische Werke werden zeitgenössischen Interpretationen gegenübergestellt.

Geordnet ist die Ausstellung in verschiedene Themen - von "Alpaufzug" über "Liebesbrief" bis hin zu "Vogelpaar". An über menschenhohen stilisierten Papierschnitzeln in der Mitte jedes Raums findet sich jeweils ein historisches Werk zum Thema samt Informationen, dreht man sich um, sieht man an der Wand gegenüber die zeitgenössischen Interpretationen des Themas.

Gleich zu Beginn des Rundgangs fällt ein grosser Totenkopf ins Auge. Nähert sich der Betrachter löst er sich optisch auf und ist nur noch Papier und Löcher. Es ist eine Interpretation des Themas "Apotheke": In einen Medikamenten-Beipackzettel hat Ernst Oppliger Löcher und Risse geätzt, die auf Distanz wie ein Totenkopf wirken.

Das geätzte Werk ist aber die Ausnahme. Praktisch alle anderen Werke sind mit Schere und Messer geschaffen. Die filigranen Arbeiten faszinieren und lassen bei genauem Betrachten immer noch ein Detail mehr erkennen. Hauchfein etwa ist "D'Birke" von Sonja Züblin.

Perspektivisch wirken etwa die "Herde unter Bäumen" von Bruno Weber oder "Die Erfindung" von Anita Spescha. Auch farbige Scherenschnitte werden gezeigt. Darunter "La Petite" von Raphaela Seeberger oder "Heldenratte" von Ursula Astner.

Ergänzt wird die Ausstellung, die schon im Forum Schweizer Geschichte Schwyz und im Château de Prangins gezeigt worden ist, mit Scherenschnitt-Filmen, einem Schauschneiden und einem offenen Atelier.

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