Kein Verständnis für den Entscheid hat die SVP-Fraktion. Der Stadtrat habe die Ängste von Bevölkerung und Gewerbe ignoriert und sich "für diesen wohl ungeeignetsten Standort im Kreis 5" entschieden, sagte ein Sprecher. Asylzentren gehörten "in Randregionen, in denen sonst keine Personen leben".

Die SP dagegen lobte die Verantwortlichen von Stadt, Kanton und Bund dafür, dass sie nicht nur über Schwierigkeiten im Asylverfahren sprächen, sondern die Probleme anpackten und "handfeste Lösungen erarbeiten". Den Standort bezeichnete die SP-Sprecherin als geeignet.

Auch die Grünen und die Grünliberalen befürworteten die Standortwahl. Die Grünliberalen zeigten sich überzeugt, dass die Zürcherinnen und Zürcher Asylunterkünfte und ein effizientes Asylverfahren in der Stadt wollten. Die Grünen würden jedoch eine richtige Wohnsiedlung statt Containerbauten vorziehen - später können dort Studierende wohnen.

Die AL kritisierte die "Kasernierung" mehrerer Hundert Asylsuchender auf einem Areal. Besser wäre es, sie auf verschiedene Orte zu verteilen. Auch bei dezentraler Unterbringung wäre ein beschleunigtes Asylverfahren möglich.

Bund und Stadt Zürich planen auf dem Areal gleich neben der Hochschule der Künste Unterkünfte für 360 Asylsuchende, die in ein beschleunigtes Asylverfahren einbezogen werden. Der Betrieb ist auf 15 Jahre beschränkt, kann aber zweimal um je fünf Jahre verlängert werden. Das letzte Wort zu dem Vorhaben haben die Stimmberechtigten.