Das Wasser soll für immer draussen bleiben: Das war für die Swisscom nach der grossen Überschwemmung im Limmattal, die im letzten Juni ihre Birmensdorfer Telefonzentrale lahmlegte und die Dorfbewohner für rund eine Woche vom Internet-, TV- sowie Festnetzanschluss abschnitt, klar. Deshalb baute das Telekommunikations-Unternehmen diesen Winter Betonerhöhungen um die Lichtschächte ihrer Zentrale an der Zürcherstrasse 24, wie die Mediensprecherin Annina Merk bestätigt.

Die Erhöhungen sind zwar nur knappe 40 Zentimeter hoch. Trotzdem sollen sie verhindern, dass künftiges Überschwemmungswasser in das Untergeschoss der Zentrale gelangen und dort die elektronischen Geräte zerstören kann, dank denen die Birmensdorfer aufs Internet zugreifen, TV schauen und telefonieren können. Während der Unwetter vor einem Jahr wurden aber nicht nur diese Geräte zerstört. Auch der Raum, in dem die Anlagen standen, war bis zur Hälfte schwarz vor Russ. «Schlimm war nicht nur das Wasser selbst», erinnert sich Christoph Brand, Hauptmann der Feuerwehr Birmensdorf-Aesch, der mit seinen Kollegen damals im Einsatz stand. «Sondern auch die Kettenreaktion, die es auslöste.»

100 000 Franken Schaden

Denn nach dem Kurzschluss, durch den das Netz zusammenbrach, folgte auch noch ein Kabelbrand. Dieser setzte dem Raum stark zu: Etliche Wände mussten neu gestrichen werden. Viele Arbeitsstunden brauchte die Swisscom, bis das Untergeschoss wieder baulich instand gebracht und die neuen technischen Geräte darin installiert waren. Laut Merk entstand ein Schaden in der Höhe von rund 100 000 Franken.

Um das Eindringen von weiterem Wasser zu verhindern, fand man bei der Swisscom nach der Überschwemmung erst einmal eine Übergangslösung: 20 Kilogramm schwere Sandsäcke wurden vor der Telefonzentrale aufgestapelt. Da diese relativ kurzfristig und schnell platziert werden können, verkaufte die Feuerwehr zwei Monate später, im letzten August, auch den Birmensdorfern solche Säcke. Dass die Feuerwehr diese im Ernstfall nicht selbst hinstellt, hat einen Grund: «Wenn wir bei einer Überschwemmung vor Ort sind, ist das Wasser meist schon da und wenn wir die Säcke zu früh hinlegen und kein Wasser kommt, ärgern sich die Leute, weil sie ihnen im Weg sind», erklärt Brand.

Deshalb sei es jedem selbst überlassen, die Sandsäcke zu kaufen und rechtzeitig hinzustellen. Den richtigen Zeitpunkt abzupassen, ist jedoch nicht immer einfach. Die Swisscom ging deshalb auf Nummer sicher und schützt ihre Telefonzentrale nun dauerhaft mit der Betonerhöhung.