Am Abend des 11. März 2016 folgte ein Unbekannter auf dem Fahrrad einem 13-jährigen Mädchen, das sich im Kreis 3 zu Fuss auf dem Heimweg befand. Als die 13-Jährige an ihrem Wohnort angelangt war, drängte sie der Mann in den Keller und missbrauchte sie sexuell.

Nachdem das Mädchen begonnen hatte, lautstark um Hilfe zu schreien, flüchtete der Missetäter aus der Liegenschaft. Die Eltern erstatteten unmittelbar Anzeige, woraufhin die Stadtpolizei Zürich umfangreiche Ermittlungen aufnahm, sowie die Polizeipräsenz im betroffenen Gebiet verstärkte.

Aufgrund der Aussagen des Opfers und der Auswertung der gesicherten Spuren konnte rasch festgestellt werden, dass derselbe Täter auch für einen sexuellen Übergriff auf ein 8-jähriges Mädchen in einer Toilette an der Bäckeranlage im November 2015 verantwortlich ist. Damals hatte die Stadtpolizei ein Phantombild des unbekannten Täters verbreitet.

Einige Tage zuvor wurde im Kreis 7 ein 10-jähriges Mädchen von einem Unbekannten in das Untergeschoss einer Liegenschaft gedrängt. Das Kind wehrte sich jedoch vehement gegen den Angreifer, begann zu schreien, riss sich los und konnte glücklicherweise ins Obergeschoss, in die Wohnung eines Verwandten flüchten. Auch in diesem Fall gelang dem Täter unerkannt die Flucht. Aufgrund des Signalements und der Vorgehensweise des Unbekannten, lag der Verdacht nahe, dass es sich auch hier um denselben Täter handeln könnte, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte.

Beim letzten Vorfall vom 11. März 2016 konnte der Täter den Überwachungskameras nicht mehr entgehen; das Bildmaterial führte die Detektive schliesslich zum mutmasslichen Täter. Der 27-jährige Schweizer konnte am Freitag, 18. März 2016, erkannt und festgenommen werden. Er zeigte sich in allen drei Fällen geständig und sitzt nun in Untersuchungshaft, wo überprüft wird, ob er noch für weitere Delikte in Frage kommt.