Das Zürcher Stadtspital Triemli hat ein neues Bettenhaus. Es bietet Platz für rund 550 Betten und setzt Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit. So erfüllt es als erstes Spitalgebäude in der Schweiz die Anforderungen des Minergie-P-Eco Standards. Der Kostenrahmen von 290 Millionen Franken wurde eingehalten.

Nach über zehnjähriger Planungs- und Bauzeit wird das nach eigenen Angaben «modernste Bettenhaus der Schweiz» am 1. April in Betrieb genommen. Das Gebäude umfasst 1885 Räume, in denen über 1000 Kilometer Kabel verlegt und fast 400 000 Kilogramm Lehmputz verarbeitet wurden.

Es ist ein Grossprojekt, fast vergleichbar mit dem Bau einer Kathedrale, sagte Hochbauvorsteher André Odermatt gestern. Und trotz beeindruckender Ausmasse mit 18 Stockwerken, 35 Metern Breite und 100 Metern Länge wirkt der kompakte Bau durch die transparente Glasfassade leicht und elegant.

Im Innern sorgen ein Farbkonzept mit Gelb- und Rottönen, Sichtbeton und Wandpaneelen für eine wohnliche Atmosphäre. Neu gibt es Zweibettzimmer für alle, und zwar mit einer beeindruckenden Aussicht durch raumhohe Fenster, entweder über die Stadt oder auf den Üetliberg. Komfortabel für Mitarbeitende und Patienten ist auch die technische Ausstattung.