Mehr als die Hälfte der beanstandeten Proben waren solche von leicht verderblichen Lebensmittel aus dem Gastgewerbe, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Beanstandungen zeugten von unachtsamem Umgang in der Küche.

Den meisten Lebensmittelbetrieben könne jedoch ein gutes Zeugnis ausgestellt werden. Bei 71,3 Prozent der 9550 Kontrollen hätten die Inspektorate der Städte Zürich und Winterthur sowie das kantonale Labor keine oder nur geringfügige Mängel festgestellt. Die Hygiene sei in diesen Betrieben umfassend gewährleistet.

Einzelne Mängel wurden bei 22,9 Prozent der kontrollierten Betriebe notiert, mehrere Beanstandungen gab es bei 5,3 Prozent. Bei 60 Kontrollen (0,63 Prozent er kontrollierten Betriebe) war die Lebensmittelsicherheit nach Ansicht der Inspektoren nicht garantiert.

Hier wurden Sofortmassnahmen verlangt oder die Betriebe geschlossen. In einzelnen Fällen wurde das Sortiment derart eingeschränkt, dass keine Risiken mehr vorhanden waren.

Bevölkerung fühlt sich in Sachen Lebensmittel sicher

Die Bevölkerung im Kanton Zürich fühlt sich gemäss einer repräsentativen Umfrage unter 1600 Personen in Sachen Lebensmittel sehr sicher, wie es in der Mitteilung der Gesundheitsdirektion heisst. Die Gefahr einer Gesundheitsschädigung durch Lebensmittel wird als viel geringer beurteilt als eine solche durch Umweltverschmutzung, Berufstätigkeiten oder Freizeitunfälle.

Bezüglich Lebensmittel und Ernährung beunruhigen die Bevölkerung am meisten die Rückstände von Antibiotika, Hormonen und Pflanzenschutzmittel. Die Befragten gaben an, sie machten sich am wenigsten Sorgen, sich selber unausgewogen zu ernähren.

Zwei Drittel stuften die amtlichen Kontrollen im Kanton Zürich als gerade richtig ein. 5 Prozent fanden sie zu streng, 23 Prozent zu wenig streng.